Uebungsstücke.
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VIII.
Während des letzten Krieges begegnete ein Bauer, der hundertGulden i für Heu eingenommen hatte, einem Husaren. Dieser/welcher 2 von der Sache wußte, 3 bat den Bauer um ein kleinesGeschenk zu Tabak und 4 Branntwein. Der Landmann aber 5 be-theuerte bei Himmel und Erde, er habe alles bis auf den letztenHeller s ausgegeben, und es bleibe ihm 7nicht das Geringste mehrübrig. — Wenn wir snurU nicht so weit von meinem Quartier wären,so »wüßte ich mir schon zu helfen, sagte der Husar; 9 weil du aberauch nichts hast, "und doch vielleicht, wie ich, gern ein SchnäppS-chen tränkest, so wollen wir iizu dem heiligen Alphonsus hingehen.WaS er uns heute 12 bcsdjceren wird, das wollen wir 1Z brüderlichtheilen. Dieser AiphonsuS " stand in Stein gehauen in "eineralten, wenig besuchten Kapelle am Feldwege. Der Bauer hatteAnfangs keine große Lust "ju dieser Wallfahrt. Aber der Husar1 /hörte nicht auf seine Einwendungen, sondern versicherte ihm 18 sonachdrücklich, [bet] heilige Alphonsus habe ihn noch "in keinerNoth stecken lassen, daß der Landmann ansing Hoffnung 20 zu fassen,und 21 sich bereden ließ, mitzugehen. Als sie 22-einige Augenblickevor dem steinernen Bilde des Alphonsus niedergekniet waren, wäh-rend deren der Husar 23 inbrünstig zu beten schien, sagte er demBauer in'S Ohr: Jetzt hat mir der Heilige 24 gewinkt. Er standdann auf, ging zu ihm hin, 25 hielt sein Ohr an die steinernen26 Lippen, und kam darauf 2 / freudig zu seinem Begleiter zurück:Einen Gulden hat er mir 28 geschenkt, sprach er, welcher in meinerTasche sein muß. 29 Wirklich zog er auch zum Erstaunen des Bauerseinen solchen heraus, und theilte ihn 30 versprochener Maßen mitihm. 3iDaS leuchtete dem Landmann ein, und er 32 mochte eswohl leiden, daß der Husar noch eine zweite Probe zu machen ver-sprach. Alles 33 ging wie das erste Mal, nur daß der Kriegsmannnoch viel freudiger zurückkam, 34 und seinem Begleiter ankündigte,der gute Alphonsus dabe ihm 35 aus ein Mal hundert Gulden gc-schenkr. In deiner Tasche müssen sie stecken, setzte er hinzu. Der
1 tirer de son foin. 2 en avoir connaissance. 3 demanderde f argent pour en acheter. 4 eau de vie , f. 5 protester en in-voquant le ciel et l’enfer. 6 venir de dépenser . . . liard, m. 7pinsla moindre chose. 8 je ne suis guère embarrassé. 9 mais puisque.ÍO et que peut-être .. aimer comme moi . . un petit coup. 11 fairela tournée auprès de qu. (unp.) i2 dispenser. 13 le partager enfrères (fut.). 14 être taillé en pierre 15 une .. chapelle déserteprès d’un chemin de traverse. 16 de faire ce pèlerinage. 17 n’écou-ter point les représentations. 18 avec tant de force. 19 .. aban-donner dans aucun besoin. 20 concevoir. 21 consentir à accoin-- pagner qn. 22 être agenouillé . . devant l image de pierre du saint(Alphonsus nicht libers). 23«avec serveur. 24 faire signe. 25 appro-cher de qch. 26 la lèvre 27 transporté de joie — rejoindre qn.28faire présent de qch. 29 en effet . . en tirer un. 30 selon lapromesse. 3i(cela) faire plaisir. 32ne savoir point mauvais gré.,de ce qu’il.. vouloir bien faire un second essai. 33 se passer..si cen’est que le soldat. 34annonçant. 35 tout d’un coup.
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