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Die Bodenvergiftung durch die Wurzel-Ausscheidungen der Pflanzen als vorzüglichster Grund für die Pflanzen-Wechsel-Wirthschaft / von Justus Ludewig von Uslar
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Wechselwirthschaft vielleicht ersetzt werden könnte, und man wirdalso hier sich dagegen auflehnen wollen und müssen. Diesesgelle ich zu, allein, ist meine Theorie richtig, so finden sich dochMittel, dem Uebel einigermaßen zu steuern, welches jetzt durchdas Absterben der jungen Fichtenbeständc so fühlbar wird.Diese Mittel finde ich vorzüglich darin:

1) Man folge dem Abtrieb nicht zu schnell mit der Cultur,und mache die Erde vor der Cultur einige Jahre hin-durch wund, um ihr Gelegenheit zur Exhalation zugeben. Der Finanzier wird gegen diese Kosten Protestircnund auch berechnen, daß der Lasse durch Entbehrungdes in acht oder zehn Jahren entstehenden Zuwachsesein Schaden erwachse. Dieser Staatsökonom bedenktaber nicht, daß der Verlust viel größer ist, wenn nach1015 Jahren der junge Wald abstirbt und neueCulturkosten, vielleicht, ja wahrscheinlich, mit demselbenschlechten Erfolge, verwendet werden müssen, und amEnde der ganze Wald eine Ocde wird. Schon das,allerdings kostspieligere Roden der ganzen Stämme wirdetwas wirken, wie es schon das Stukcnrodcn thut, wennnur die Bcsaamung nicht zu schnell nachfolgt.

2) Man abstrahire von ganz reinen, besonders zugeschlossenenBeständen einer Banmart, und führe mehr gemischteWaldungen ein. Wer jemals einen Urwald sah, wo dieNatur, sich selbst überlassen, ohne Künstelei producirt,wird nie dort nur eine Baumart finden, sondern eineMischung der verschiedensten Arten, die alle gedeihen,wenn auch die eine oder die andre Art prävalirend ist.Die Natur ist hier die große Lehrmeistern,, und ihrfolge man dreist, dann geht man nicht fehl. Dieschädlichen Wttrzelexcrcmente der einen Manzenart findder andern Vortheilhaft (wie z. B. die Wurzelexcremente

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