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Dünger nur durch den Wechsel des Bodens zwischen Wald undMais betrieben wird. Ja, es scheint fast, als sei das Wasserein mächtigeres Pflanzenkothzerstörungsmittel als der.Dünger,wie das Wässern der Wiesen, die Cultur des Reises undMaises durch vieles Wasser stets auf demselben Lande, und desWeizenbaues in Acgypten in den angeführten Gegenden der Nil-ufer, wohin nur durch Canäle das Wasser geleitet wird, zeigen.
§ 19 .
Andeutungen für die Praxis der Wechsel-
Wirthschaft.
Die Existenz und Wirkung des Pflanzenkoths, und diedadurch hervorgebrachte Sympathie, Antipathie und Indifferenzder Pflanzenarten gegen einander, besonders aber die Unver-träglichkeit der Pflanzenarten mit sich selbst bei continuirtersuccessiver Anbauung auf demselben Terrain, führen uns nun zueinigen aus der Praxis entlehnten Regeln, die denn schon dazu -dienen können, uns über die Zweckmäßigkeit oder Unzweck-maßigkeit der Wechsclwirthschaftsysteme Winke zu geben. DieRegeln, welche, wie fast alle, Ausnahmen haben, sind folgende:
1) Man baue niemals, wenn es nur irgend zu vermeidenist, dieselbe Pflanzenart öfter und ohne Unterbrechungdurch die Cultur anderer Pflanzenarten, auf demselbenBoden hintereinander.
Diese in der Praxis schon allgemein angenommene Regelscheint nur eine Ausnahme beim Hanf zu erleiden, der, nachErfahrungen, bei längerer Cultur auf demselben Boden sichverbessert, statt verschlechtert. Aber bei dieser Ausnahme trittuns eine merkwürdige und besondere Erscheinung entgegen. DerHanf ist unter unsern Jahrsculturpflanzen fast der einzige Diö-