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Die Bodenvergiftung durch die Wurzel-Ausscheidungen der Pflanzen als vorzüglichster Grund für die Pflanzen-Wechsel-Wirthschaft / von Justus Ludewig von Uslar
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»von den Blättern verarbeitet und eines großen Theils»Wasser beraubt, und dann bei den zurückgehenden Or-ganen alle Nahrung mitgetheilt hat, die er enthielt, ein»Nest von Theilchen zurückbleiben, die sich mit der Pflanze»nicht verbinden können, da sie zu ihrer Nahrung un-passend sind. Herr d e Land olle behauptet, daß diese»Theilchen, nachdem sie den ganzen Pflanzen-Organismus,»ohne verändert zu werden, durchwandert haben, durch die»Wurzeln zur Erde zurückkehren, und dieselben weniger»fähig machen, eine zweite Erndte von derselben Pflanzen-»samilie zu tragen, indem sie auflösbare Substanzen auf-häuft, die sich mit jener nicht vermischen können; eben»so bemerkt er, wie kein Thier sich von seinem Abgänge»ernähren kann. (Doch verschlingen der Strauß und der»Casuar ihre Excremente). Ueberdies kann man daraus»folgen, daß selbst die Thätigkeit der Pflanzenorgane die»verschiedenen Theile in Substanzen umwandelt, welche der»Pflanze, die sie erzeugt, oder andern giftig sind; und daß»ein Theil dieses Giftes auch von den Wurzeln ausge-worfen wird. Einige Experimente, welche ich früher die»Ehre hatte der Gesellschaft mitzutheilen, haben gezeigt,»daß die Pflanze wirklich durch das Einsaugen der Gifte,»die sie selbst bereiten, leiden. Die fortwährende Ver-längerung der Wurzel» macht die nachthcilige Wirkung»dieser Gifte auf die Pflanzen - Generation, welche die»Gifte erzeugt, unschädlich, wohl aber leidet dadurch die»folgende Generation derselben Species. Indeß ist es»wohl möglich, daß im Gegentheil diese nämlichen Ercre-»mente gesunde und reichliche Nahrung für eine andere»Pflanzenart liefern. Die Beispiele welche von Pflanzen»entnommen sind, bieten sich hier mit einer sehr merk-würdigen Kraft der Analogie dar. Es war vielleicht