63
^m Wasser tauchte, welches essigsaures Blei (scoktt- <Io»plomb) aufgelöset enthielt, der andere Theil aber in»reines Wasser. Nach Verlauf einiger Tage fand sich, daß»dieses ursprünglich reine Wasser eine gewisse, auf Prii-»fungsmittel reagircnde Menge von essigsaurem Blei enthielt,»welche offenbar von demjenigen herrührte, den die andere»Wurzelhälfte eingesogcn, die Pflanze aber ausgestoßcn»hatte. Der nämliche Beobachter berichtet: Verschiedene»Pflanzen welche einige Tage hindurch iir mit geringen»Mengen von Kalk, oder essigsaurem Blei, oder salpcter-»saurcm Silber, oder Mecrsalz, vermischten Wasser gelebt»hatten, seien hierauf sorgfältig abgcwaschcn und in reines»Wasser gestellt worden, und nun hätten die Wurzeln die»schädlichen Substanzen, von denen sie sich voll gesogen,»in diesem Wasser wieder ausgeschieden; ungefähr sowie»Thiere häufig mit ihren Excremcnten einen Theil der»genossenen Gifte wieder ausleeren.
Wenn nun dc Candollc der neuen Ansicht das Wortredet, so sind die Ansichten von Ludolph Christian Trc-viranus nicht so bestimmt für die Sache, und da ich nun erstspät Gelegenheit fand, dessen Physiologie der Gewächse zu erhal-ten, so führe ich das, was er Th. 2. p. 108 sagt, als zurVollständige» Geschichte der Theorie gehörig, hier wörtlich an,mir einige Bemerkungen darüber erlaubend und vorbehaltend.
»Drittes Capitel. Aussonderungen der Pflanzen.»8 395. Ab- und Aussonderungen relativ ver-schieden. Durch die Ercrctio» werden seccrnirtc tropf-bare Flüssigkeiten und mehr oder minder solidificirtc»Massen ausgcstvßen, die nicht nur keine Stoffe für das»Leben enthalten, sondern deren längeres Verweilen inner-halb des Belebten dessen Verrichtungen stören würde.»Insofern also sind einerseits die dunst- und luftförmigen