102
Partielle oder specielle Wirkungen.
Diese betreffen die einzelnen Manzenarten in ihren sympa-thetischen oder antipathischcn oder indifferenten Wirkungen gegeneinander. Es würde die Ausmittelung dieser Wirkungen für alleManzenarten, ein labor improlius, ja eine Unmöglichkeit sei»,da man untersuchen müßte, wie alle Manzenarten in dieserHinsicht zu jeder einzelnen sich verhielten, und der Nutzen dieserUntersuchungen würde höchst geringe gegen die Arbeit sein, undman könnte demjenigen, welcher eine solche Arbeit unternähme,einem Manne vergleichen, der um eine ihn incommodirendeMücke todzuschlagcn, dazu erst einen Dreschflegel holen wollte. —Aber schon ist es interessant, wenn Botaniker, — ich meinedamit nicht bloß die Nvmenclatoren, — bei ihren Studien auchauf die partiellen oder speciellen Sympathien und Antipathiender Manzenarten mit Rücksicht nehmen, welches auch in Pflan-zengeographischcr Hinsicht manche Aufklärung geben kann undnoch mehr in der Geschichte der Pflanzen, besonders der unter-gegangenen Geschlechter, und neu entstehender; und dazu möchteman allerdings als eine Nebenbcobachtung auffordern, jedochnicht als ein Hauptstndium.
Von der größten Wichtigkeit ist aber das genaueste Studiumder Sympathien und Antipathien der Cultnrpflanzcnarten, jaselbst der Jndifferentismus, den einige derselben zeigen, da sichauf dieses eine rationelle Wcchselwirthschast nicht nur gründet,sondern es uns auch Anleitung geben kann, diejenigen Pflanzen-artcn zusammen zu bauen, welche sich wechselseitig den Bodenentgiften, oder wenigstens indifferent in Bezug zu einander sind.Leider sind die bisher gemachten Erfahrungen und Beobachtungennur noch sehr unvollkommen, und es ist dieses sehr begreiflich,da man die Ursachen der Erscheinungen verkannte, und eine,meiner Meinung nach, falsche supponirte, die denn um so mehr