3) Die Thiere.
In der Würdigung dieses Vehikels der Natur sind wir am»leisten zurück, ja wir wissen davon noch eigentlich gar nichts,und sehen die Thiere, welche in unsern Ländercien leben, meistens»ur als unsere Feinde, die wir verfolgen, an, und dieses auchWohl nicht mit Unrecht, da der Nutzen, den sie im großenHaushalt der Natur durch Bodcnentgistuug bringen, für unsereCulturpflanzen wohl nicht so wichtig ist, als der Schaden, densie uus zufügen, wir auch andere kräftigere Mittel, als sie, zuunserm Zweck anwenden können. Doch wäre es wohl derMühe werth, darüber mehre Beobachtungen anzustellen, welcheNachtheile oder Vortheile das Verschwinden oder zu häufigeErscheinen mancher Thierartcn für die Bodenentgiftung haben»lochte, obwohl sie sehr schwer zu machen sein würden. Vielleichtist das in manchen Jahren so häufige Erscheinen der Larvendes Maykäfcrs (mololonllis majslis), welches uns momentansehr nachteilig ist, ein solches Bodenentgiftungsmittel, und esist, worüber Beobachtungen fehlen, vielleicht eine Wohlthat fürdie nächsten Jahre.
4) Die Pflanzenwanderung.
Indem wir ein, auf einem Felde erzeugtes Saamenkorn, denEmbryo einer neuen Pflanze, auf ein anderes Feld säen, oderindem wir von einem Znchtpflanzenbect die jungen Pflanzenauf ein anderes Beet versetzen, — wie dieses sogar öfter inObstbaumschulen geschieht, — lassen wir die Pflanzen wandern.Wird also der Saame des Weizens nicht wieder auf sein Ge-burtsland ausgesäet, sondern dahin Bohnen, so wandert derWeizen aus, und die Bohnen wandern ein, oder mit andernWorten: es wird gewechselt oder Wcchselwirthschaft getrieben.