Pflanzenstoffe angewendet wurden. Äei einigen der U%ilern kann man diesem Fehler durch Alaun und Wein/stein nicht so gut abhelfen, als es bei dem Quercitron/und dem Waugelb der Fall ist.
Ich muß hier bemerken, daß daS Zinn, durchwelche Mittel es auch aufgelöst seyn mag, wenn eSals Basis zum Schaafwvüenfärben gebraucht wird, dieFasern ein wenig spröde macht, so daß sie beim Spin/nen weder so weit, noch so leicht laufen, als sonst,und die Wolle selbst gröber erscheint; dieses ist eine Uv/fache, warum man Scharlach nicht in der Wolle färbt,und mag auch ein Grund seyn, daß man nie Gelb aufSchaafwolle mit irgend einer Auflösung von Zinn, alsBeitze, färbt, bis die Wolle gewebt oder wenigstens ge<spönnen worden ist; ich bin jedoch überzeugt, daß mandiesem Uebelstande abhelfen kann durch Anwendung deöschwefelsalzsauren Zinns mit einer Mischung von Alaun,oder von Alaun und Weinstein, indem man diese Zu/thaten mit den Farbetheilchen der Rinde (auf die schonbeschriebene Weise) in Verbindung setzt, bevor »im.sie auf die Schaafwolle oder das Tuch aufträgt. 4*)
Wenn die gelben Farben nicht so lebhaft und schönzu werden brauchen, so genügt eine kleinere Portionvon schwefelsaurem Zinn; man kann z. B. fünf Pfunddavon mit zehn Pfund Rinde, zehn Pfund Alaun undzwei oder drei Pfund Weinstein kochen, und das Tuch,
4i) Durch diese Vorsorge wird das Rauhwerden der Wollenie gänzlich beseitigt werden können, weil dadurch die ei-genthümliche Wirkung des Zinns nicht gänzlich aufgehobenwird. Wir werden in der Folge Anlaß finden, diesen Ge-genstand näher aufzuklären.