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Die Botanik in ihren Grundbegriffen mit Rücksicht auf ihre historische Entwicklung / von Dr. Gottl. Wilh. Bischoff
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Botanik.

tonia, läAktkootin, Larnin^selisvia, LvnsoliMinikovia u. a. M. Im Allgemei-nen gilt aber als Regel, daß der Gattungsname ein Substantiv sei und mandie Bildung adjectiver Gattungsnamen, wie die althergebrachten Mrabilis, 803-biosa, Oloriosa u. s. w., vermeiden soll. Der Trivialname dagegen kann einAdjectiv oder ein Substantiv sein; im ersten Falle muß er sich nach dem Ge-schlechte des Gattungsnamens richten (Lroinns ssoalluns, Losn Knlliea,all, um), im andern Falle nicht, wo er aber auch immer mit großemAnfangsbuchstaben zu schreiben ist (kzuus O^ckonia, Ozmura Leol^mus,6itrus ^urautium, Vorbasoum Lluttaris). Dieselben Regeln gelten fürdie Namen der Spielarten. Die Familiennamen werden zwar alle als Sub-stantiv« geschrieben, haben aber meist eine adjective Form, da die Mehrzahl der-selben aus Gattungsnamen gebildet ist, welche eine adjective Endung erhalten(Lilouone, ^osriuao, Rosaooae) oder auf ausgezeichnete Verhältnisse sich bezie-hen, welche den Gattungen einer Familie gemeinschaftlich zukommen (Ilmbelli-kerao, Oruoilorao, kaxilionaoeao, Imbiatae), und das Nämliche gilt auch für diehöheren Abtheilungen des Systems.

Für die bei den verschiedenen Nationen gebräuchlichen Volksnamen derPflanzen lassen sich natürlich keine allgemeinen Regeln ausstellen, da sie sich le-diglich nach den Gesetzen der einzelnen Landessprachen richten. So wird z. B.im Deutschen der Trivialname nicht hinter den Gattungsnamen, sondern stetsvor denselben gesetzt. Hier kann es öfters vorkommen, daß eine Pflanze imVolke ganz unbekannt ist und also auch gar keinen Volksnamen besitzt, wo man als-dann in den Schriften eine Uebersetzung ihres lateinischen oder überhaupt ihresin den Wissenschaften angenommenen Namens gibt, und dieses geschieht sogarhäufig auch in solchen Fällen, wo zwar ein oder mehrere Volksnamen bestehen,die aber nicht mit dem wissenschaftlichen oder systematischen Namen in Einklangzu bringen sind. So unterscheidet man z. B. bei Viola trioolor den wörtlichübersetzten systematischen Namen „dreifarbiges Veilchen" von denverschiedenen Volksnamen „Stiefmütterchen, Dreifaltigkeitsblume,Freisamkraut, Jelängerjelieber", welche diese Art in den verschiede-nen Gegenden Deutschland's führt. Wenn nun, wie in diesem Beispiele, eineund dieselbe Pflanze verschiedene Namen erhalten hat, so bilden diese ihreSynonyme, und eine Zusammenstellung von solchen Namen, sei es nun füreine Art, Gattung, Familie oder höhere Abtheilung des Systems, heißt die S y-nonymie. Diese kann eine Synonyme der Volkssprache, wie in demgegebenen Beispiele oder eine gelehrte Synonyme sein, welche nämlich dieverschiedenen Namen enthält, unter denen eine Art, Gattung u. s. w. von ver-schiedenen Schriftstellern aufgeführt wird. Die Synonyme der Volkssprache wirdnur in solchen phytographischen Schriften berücksichtigt, die sich mit den Pflan-zen eines einzelnen Landes oder einer bestimmten Gegend befassen, oder welcheeinen Zweig der angewandten Botanik behandeln, weil hier die Kenntniß derVolks- und Provincial-Namen nützlich und selbst nothwendig sein kann; in sol-chen Werken dagegen, die sich über alle bekannten Pflanzen eines Welttheilesoder der ganzen Erde verbreiten, begnügt man sich gewöhnlich mit der gelehrtenSynonyme. Diese muß, außer den Namen, welche eine Art oder Pflanzenab-theilung in verschiedenen botanischen Schriften führt, auch die Namen der Bo-taniker, welche sie benannten, d. h. die Autoritäten, nebst der Angabe derWerke, worin die Pflanze beschrieben oder abgebildet ist, d. h. die Citate,enthalten. Autoritäten und Citate werden, zum Zwecke der Raumersparnis ab-gekürzt geschrieben; den Synonymen wird stets der als giltig angenommenePflanzenname, ebenfalls mit Beifügung seiner Autorität, vorgesetzt. Als Bei-