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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel IV.

Dienst es erheische, daß Bern wieder gewonnen werde, in welchemFall man aber das bis jetzt beobachtete System ganz ändernmüsse, und wenn man dem Rathe eine andere Richtung gebenwolle, so müsse man diejenigen Mitglieder gewinnen, welche ihnführen. Er werde nach allen seinen Kräften daran arbeiten;aber es werde Alles ohne Erfolg sein, wenn der König nicht ingewissen Dingen nachgebe.

Er müsse ihm noch melden, daß er glücklicherweise in Bernden Herrn Manuel, Major im Regiment Villars Chandieu, ge-troffen habe, der durch seine Frau ein Enkel des SchultheißenGrasenried und Neffe des Schultheißen Willading sei. DieserLetztere sei der Anstifter von Allem, was in seinem Kanton gegendas Interesse Sr. Majestät vorgenommen werde. Sein Kreditsei so groß, daß man ohne ihn nichts zu hoffen habe. DerMajor Manuel, ein sanftmüthiger und kluger Mann, sei ihmso nützlich, daß er ihn nicht genug loben könne u. s. w.^)

In einem Briefe vom 31. Heumvnat an den Minister vonTorcy sagt dü Lüc, er müsse zu der Schilderung, welche ihmPuisieur von dem Charakter des St. Saphorin gemacht, nurbeifügen, wie man jetzt in Bern über ihn urtheile. Die Parteides Schultheißen von Grafenried hasse und verachte ihn: diesesei aber die schwächere und bestehe ganz aus den für FrankreichWohlgesinnten; die Partei des Schultheißen Willading dagegensei die herrschende: diese unterstütze den St. Saphorin und siesei es, welche ihn bei den Höfen von Wien, Berlin, Haag undvon England akkreditirt habe. Es bestehe nämlich in Bern eineArt Kommission, welche man die Friedenskommission nenne, aus6 oder 7 Personen gebildet, die des Eides enthoben seien undVollmacht haben, zu handeln und handeln zu machen, ohneVorwissen noch Billigung deö Raths, und hierzu die Staats-

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