Berichte von du Lüc über Bern und die Berner.
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finanzen zu benutzen. Nun habe diese Kammer den St. Sa-phorin bevollmächtigt, der auch in Wien und Berlin guten Er-folg gehabt hätte, wenn man nicht entdeckt hätte, daß er, ob-schon er im Namen aller protestantischen Stände handle, dochvon Zürich, Basel und Schaffhausen keine Vollmachten habe.Nur die Partei von Willading läßt durch ihn unterhandeln,ohne daß die Mehrzahl der Berner, welche den Rath diesesKantons bilden, etwas davon weiß. Sie wüßten es auch setztnoch nicht, wenn es ihnen der Graf Metternich nicht gesagthätte, als er durch Bern reiste, bei welchem Anlaß er ihnenauch erklärte, daß der Kurfürst von Brandenburg es niemalsdulden werde, daß einer seiner Minister mit dem St. Saphorinunterhandle, den er einen Mann ohne Treu und Ehre nannte.
Andrerseits habe der Gras Trautmannsdorff Alles gethan, da-mit man ihn auch in Wien kennen lerne, und der Rath vonBern habe in der ersten Aufwallung geäußert, es sei nicht klug,einen solchen Menschen länger zu brauchen. Er könne nichtsagen, ob Willading dadurch überzeugt worden sei; nur so vielwisse er, daß er immer zugehört habe, ohne etwas zu erwiedern.
Da der Oberst von Erlach hier (wahrscheinlich in Baden) seiund das Einverständniß mit Willading einen glücklichen Anfangzu nehmen scheine, so wolle der Graf sich heute schon demScheine nach gegen Willading völlig gehen lassen, um zu ent-decken, wie er über St. Saphorin und dessen Sendung eigent-lich gesinnt sei. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde Willadingdoch zeigen müssen, was er für geheime Absichten habe (nousmontrer le fond du sac), und der Graf werde seine Schrittegegen den Kanton nach dem, was er von dem Schultheißenvernehmen werde, abmessen; denn wenn er aufrichtig zurück-kommen und seinen Kanton zu seinen ersten Verpflichtungen gegenden König zurückführen wollte, so werde ihm der Weg geöffnet.Der Markis solle Willading's Gesinnungen erfahren, und der