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Zweiter Band.
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Buch il. Kapitel IV.

König und er werden dann überlegen, ob die Waare preiswürdigsei' oder nicht. Erlach habe ihn versichert, daß die Sendung vonSt. Saphorin keinen andern Zweck habe, als die Einschließungder protestantischen Kantone und der Grafschaft Neuenburg inden Frieden zu bewirken; allein da er noch nicht mit seinemSchwiegervater habe sprechen können, so wisse er vielleicht nochnicht Alles. Indessen werde er, ehe der heutige Tag zu Endegehe, wissen, ob der Schwiegervater und der Tochtermann gleichgesinnt seien. Wenn ihm nämlich Willading dieselbe Versiche-rung gebe, so werde er von ihm begehren: 1) Daß er ihm dieMittel verschaffe, daß St. Saphorin seine Befehle und Voll-machten nicht überschreiten könne; 2) werde er ihm sagen, essei'sehr leicht, Bern Genugthuung zu verschaffen, da der Könignichts mehr wünsche, als ihm Beweise seiner Geneigtheit undseines Wohlwollens zu geben; sollte er aber auf dem Artikelvon Neuenburg bestehen, so werde er diesen Punkt nach derWeise dieses Landes ad referendum nehmen. Die Neuenburgerbereuen es sehr, daß sie sich dem Kurfürsten von Brandenburgergeben haben, und wenn dieser Fürst sie nicht bald so, wie esehemals gebräuchlich war, regiere, so werde man dort bald einzweites Toggenburg entstehen sehen. Wenn Diejenigen, in derenInteresse dieß wäre, den Verstand hätten, unter der Hand ihreKreaturen in Thätigkeit zu setzen und ein wenig Geld austheilenwürden, so müßte man in diesem Land nicht lange auf eineUmänderung warten. Ihm aber gebühre es indessen nicht, gegenJemanden anders, als gegen den Markis, darüber eine Meinungauszusprechen. I

Den 16. August schrieb der Graf an Voisin: Er schicke demKönig die Antwort des Kantons Bern auf seine Klagen überdas Verhalten von St. Saphorin im Haag. Dieser unter dem

') Bd. v. S. 79.