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Zweiter Band.
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Der Hof bewilligt eine Entschädigung für Invaliden. 511

Drucke der Partei Willading stehende Kanton, der Frankreichentgegen sei, scheine die Schritte, die er bis setzt gethan, ver-theidigen zu wollen. Aber da nicht alle Berner der Meinungdieses Schultheißen seien, so habe er heute den Major Manuel,Enkel des Schultheißen Grafenried, nach Bern geschickt, um zuerfahren, auf was man bestimmt zählen könne. 6 ) Den 30. Augustdankte er dem Markis von Torcy für die Gnade, die er zuGunsten der Protestanten bewillige. 7 ) Er wäre darüber sehrbetrübt, wenn er nur seine Neigung für sie berathen würde;aber der Dienst des Königs, sein und des Ministers Ruhm er-fordern, daß man diesen ungläubigen Leuten eine kleine Gerechtig-keit widerfahren laste (race infidelle), die denn doch nur durchdie Stockschläge von Stoppa und Michael Letellier so schlimmgeworden sei. Er thue alles Mögliche, um sie auf die guteBahn zu bringen. Er würde selbst hoffen, seinen Zweck zu er-reichen, wenn es ihm gelänge, den roßhärenen Kopf des Willa-ding weich zu machen oder ihn abzuhauen. Der Teufel müßtesich darein mischen, oder einer von beiden Fällen würde statt-finden, wenn Gott ihm das Leben lasse und er einige Zeit dazuhabe; denn das fiat, das man so sehr rühme, sei nur ein Malseit Erschaffung der Welt vorgekommen.* *)

In einem Schreiben vom 9. Weinmonat an Cambiaquessucht dü Lüc zu beweisen, daß man, so lange St. Saphorin beiden Feinden Frankreichs sei, Willading nicht trauen dürfe, unddaß in dem Toggenburger Geschäfte die Katholiken bereit ge-wesen seien, sich jeder Vermittlung zu unterziehen, wobei er

'<>) Bd. V. S. 140.

’) Da die protestantischen Invaliden wegen ihrer Religion nicht konntenin das Haus der Invaliden aufgenommen werden, so bewilligte ihnender König auf das Gesuch des Grafen dü Lüc hin 50 iährliche Pen-sionen von 50 Livres und 10 zu 100 Livres, die sie ohne irgend einenAbzug in ihrem Vaterlande genießen konnten. Mày V. 460.

*) A. a. Q. S. 216.