Berichte von tu Luc an den Konig. 313
In einem andern Schreiben an Tvrcp vom 11. Wintermonat,worin er hauptsächlich von Braconier spricht, heißt es unterAnderm, dieser sei ein Schuft, und es scheine ihm, daß derÄenner Seigneur ebenfalls ein solcher sei; doch könnte er nochbehülflich sein, um Bern zu gewinnen. Sichere und treue Leutebearbeiten den Schultheißen Willading, und obschon langsam,kommen sie doch vorwärts; es sei in der That für den Königwichtig, diesen Kanton zu gewinnen, und er hoffe immer noch,daß man mit einiger Geduld den Zweck noch erreichen werde. ")
Den 20. Christmonat schrieb er dem König: Er sehe aus demErlaß, mit welchem er den 11. dieß sei beehrt worden, daß derKönig mit den Schritten, die er bis setzt gethan habe, um denKanton Bern wieder zu seinen frühern Gesinnungen für denDienst des Königs zurückzuführen, zufrieden sei. Er habe glück-licherweise die Gesinnungen des Königs wegen des SchultheißenWillading im Voraus errathen, und einen von dessen intimstenFreunden vermocht, ihm anzurathen, daß er sein Benehmen wohlbedenke; dieser werde nicht ermangelt haben, ihm zu sagen, wennder Friede geschloffen sei, so werde es sehr wahrscheinlich demKönig gleichgültig sein, ob der Kanton Bern und sein Schult-heiß Willading ihm mehr oder weniger ergeben sein werde, unddann könnten sie, ungeachtet alles Schutzes von England oderHolland, den Nachtheilen nicht ausweichen, welche der Königihnen verursachen wollte, wenn diese auch nur darin beständen,daß er ihnen seine Gnade entzöge und ihnen allen Handel mitFrankreich verböte. Wenn nun dieser Mann fähig sei, über dieVorstellungen seines Freundes nachzudenken, so werde er sie auchbenutzen können; aber sein hitziger und zornmüthiger Charaktergebe wenig Hoffnung. I2 )
") A. a. O. S. 398.
") A. a. O. S. 468.
Zellw. Gesch. l. 2. 33