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Zweiter Band.
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Buch U. lupites IV.

Es zeigt sich, daß der König das ganze Jahr 1709 hindurchdem Grafen dü Lüc Aufträge gab, Bern und dessen SchultheißenWillading zu gewinnen, und daß der Graf beständig davonspricht, was er zu diesem Zwecke gethan habe; aber in der Ge-schichte selbst nehmen wir wenig davon wahr; vielmehr siehtman ihn stets beflissen, wo es sich thun läßt, den König unmit-telbar oder durch seine Minister gegen Bern, besonders abergegen Willading einzunehmen, über welchen er sich offen gegenTorcy in einem Brief vom 9. Herbstmonat 1709 äußert: „Essei gewiß, daß Willading den feurigen Wunsch hege, daß Frank-reich die Freigrasschast Burgund verliere; aber er wisse nicht,wann und wie er alles das Böse, das er schon Frankreich ge-than habe, bezahlen müsse." ,a )

In demselben Sinne schreibt er den 1. Jänner 1710 an denKönig, daß der Schultheiß Willading hauptsächlich, der Ausfüh-rung seines Lieblingsprojektes, der Einnahme der Waldstätte unddes Frickthalö, im Wege stehe. Er sagt von ihm, Willadingwerde vielleicht durch sein Amt und seinen Kredit seinen Kantoneinschläfern und einen Durchpaß der Feinde begünstigen können;aber er werde nie Kredit genug haben, um den Rath zu einemKriege oder zu einem offenen Bruche mit dem Könige zu be-wegen. Dann fügt er bei:

Der Bankier Malacrida von Bern treibe großen Handel mitverfälschten Münzen. Die Fabrikanten und die Fabrikation ge-nießen sicher den Schutz von Willading und wissen, wie vieler sie koste.'")

Den 6. des nämlichen Monats meldete er an Torcy, daß inBasel der Tellüson gefangen worden, der Schmid aber entwischtsei, und daß man bei diesem den neuen Stempel, nebst andern

") Bd. V. S. 25!).") A. a. D. ©.182.