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Buch II. Kapitel IV
Willading nie gesehen habe, weil der Staatsschreiber sie aus-wendig gelernt hatte. Willading habe die in Morgeö aufge-häuften Kornvorräthe des Herzogs von Savopen und das Auf-pflanzen der savoyischen Flagge auf Bernerschiffen nicht recht-fertigen können, verspreche aber, daß sein Kanton in Zukunftsich anders benehmen werde. Indessen würde er nicht gerne fürihn gut stehen. Er lasse durch den Schultheißen Besenval demSchultheißen Grafenried von allem Vorgefallenen Bericht er-statten. Dieser werde das, Betragen von Willading überwachen.Wenn nun derselbe von den genommenen Verpflichtungen ab-weichen oder seinen Obern vorenthalten würde, was in dieserKonferenz vorkam, so würde der Ambassador, wenn es Se.Majestät genehmigte, sich darüber bei dem Kanton beklagen unddenselben überzeugen, daß Willading das allzugroße Zutrauen,das man in ihn setze, mißbrauche. Da indessen die Sache sichnoch verziehen werde, so werde die Zeit Rath geben.
Mit gütigster Erlaubniß von Willading muß ich sagen, daßdie großen Kornvorräthe in den Waldstätten und deren Nach-barschaft keineswegs die große Schwäche der Deutschen, oder daßihre Projekte auf das obere Elaß aufgehoben seien, beweisenkönnen.
Se. Majestät werde mit seinen frühern Schreiben den Briefdes Barons von Neuhoff, Kommandanten von Rheinfelden, sowie auch den von Zürich an die andern Kantone empfangenhaben.
Er zweifle nicht, daß er nächstens ein Schreiben von Zürichim Namen der ganzen Eidgenossenschaft erhalten werde, mit demBegehren an den König, daß er die Neutralität so beobachtenmöchte, wie man darüber im Jahr 1702 einverstanden gewesen.Er wünschte aber, daß Se. Majestät ihm erlauben möchte, be-vor er dieses Begehren erhalte, den Baron von Neuhoff nach-zuahmen und den Kantonen zu schreiben. Da er umsonst bis jetzt