Der Streit des Bisckofs von Basel mit Bern.
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Mehl, weil es in den Magazinen verderbe, nach Genf zum Ver-kauf schicke, und es sei nur noch weniges in den Magazinenvon Morges übrig.
Da man von den savopischen Flaggen sprach, die in demHafen von Morges auf den Schiffen der Bürger dieser Stadtaufgepflanzt wurden, antwortete er, da das Korn dem Herzogevon Savoyen gehört habe, so habe man es nicht übel nehmenkönnen, daß er auch seine Flagge auf diesen Schiffen aufsteckenließ. '*0
■ Den 8. April 171 l übersandte der Graf dü Lüc dem Königeinen Brief des Bischofs von Basel mit einer kurzen Darstel-lung der Angelegenheit, worauf sich das Schreiben bezieht, da-mit der König einen Entschluß darüber fassen und ihn mit seinenBefehlen beehren könne.
Bei Anlaß der Religionsveränderung in der Schweiz, heißtes in dem Berichte, haben die Bewohner eines Thales, genanntdas Münsterthal, Unterthanen des Bischofs, größtentheilö denCalvinismus angenommen und sich wegen der Religion unterden Schutz der Berner gestellt, ohne die Einwilligung des Ober-herrn zu begehren.
Die Berner haben dann bis 1706 den Bischof ruhig im Be-sitz seiner Rechte gelassen; da sie aber wahrnahmen, daß.dieKatholiken sich in diesem Thal vermehrten und daß der Bischofsie begünstigte, so begehrten sie, daß er ihnen wegzuziehen be-fehle. Da der Bischof ihre Forderung nicht erfüllen wollte, soließen sie 4 oder 5000 Mann in das Thal einrücken, ungeachtetdie Landesgesetze Thätlichkeiten verbieten.
Der Bischof erschrack, und um den Verlust seines Staates undden Ruin seiner Unterthanen zu verhüten, willigte er in einenTraktat, der zu Nidau abgeschlossen wurde, und ihn zwang, sich
*’) Bd v. S. 31».