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Buch II. Kapitel IV.
dem Gesetze des Stärker« zu unterziehen und zu versprechen,daß alle Katholiken aus dem Thal auswandern müssen. Nachdem Rückzüge der Bernertruppen beklagte er sich bei seinenVerbündeten, den katholischen Kantonen, welche dann an derallgemeinen Tagsatzung zu Baden großen Lärm machten. Bernhörte Alles an, ohne eine Vermittlung annehmen zu wollen,und wartete auf eine gute Gelegenheit, die Vollziehung desTraktats zu bewirken.
Vor ungefähr 6 Monaten forderten sie nun den Bischof auf,seine Verpflichtungen zu erfüllen, unter Drohungen, welche ihreÜbermacht über die andern schweizerischen Republiken fühlenließen.
Der übelberathene Bischof vernachlässigte diese Drohungenund öffnete die Augen erst, als er erfuhr, daß die Berner sichrüsteten, um in sein Land einzufallen. Er begehrte von ihneneinen Aufschub von 3 Wochen, vom Oftertag (5. April) an zurechnen, und schrieb sowohl an mich als auch an die katholischenKantone, indem er sie beschwor, ihm die Hülfe und den Schutzvon Ew. Majestät zu verschaffen. Gleichzeitig schrieb er auchan den Grafen von Trautmannsdorff, um auch den Schutz desKaisers zu erhalten.
Vorgestern nun, fährt dü Lüc fort, habe der Stand Solo-thurn im Namen aller katholischen Stände 6 Deputirte, anihrer Spitze den Schultheißen Besenval, zu ihm gesandt, mitder Bitte, daß der König mit seinem Ansehen die Zerstörungeiner Religion verhüte, zu deren Beschützer Gott ihn erwählthabe. Sie haben ihm dabei bemerkt, daß Solothurn keine Ber-bindung mehr mit dem Königreich habe, als über protestantischenBoden, wenn der Bischof von Basel dieses Thal verlieren sollte,indem dasselbe einerseits an das Elsaß und die FreigrafschaftBurgund, andrerseits an die Kantone Bern und Solothurngrenze. Daraus habe er ihnen geantwortet, daß ihre Ruhe