Band 
Zweiter Band.
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Der Streit der Berner mit dem Bischof von Basel. o2i»

Sr. Majestät am Herzen liege, daß sie die Befehle kennen, welcheSe. Majestät ihm wegen der Unruhen im Toggcnburg ertheilthabe, daß er. suchen solle, die Eidgenossen zum Frieden zu be-wegen; daß sie ferner wissen, daß die Protestanten immer be-scheiden und höflich geantwortet, aber nichts desto weniger ihrenWeg verfolgt, den Abt von St. Gallen seiner Besitzungen be-raubt und die katholische Religion im Toggenburg zerstört haben;daß daher zu besorgen sei, sie werden bei diesem Anlaß eben soverfahren. Er könne ihnen sagen, daß man zu Bern nach denBerichten, die er von gutgesinnten Leuten erhalten habe, ent-schlossen sei, den Bischof zu nöthigen, alle Katholiken zu ent-fernen, und wenn dieß nicht geschehe, das Münsterthal einzu-nehmen und es als Entschädigung für die frühern und jetzigenUnkosten in Besitz zu behalten.

Se. Majestät werde sich leicht überzeugen, daß die Bernerdarauf zählen, sich in dem künftigen Frieden ihre Eroberungenzusichern zu lassen. Es sei aber dem Könige eben so viel wieden Katholiken daran gelegen, keine solche Schutzwehre (Barriere)zu dulden. Diejenigen, welche durch ihre Lage gezwungen seien,ihre Rekruten über protestantisches Gebiet ziehen zu lassen, er-leiden täglich Ungemach, und sie seien froh, , wenn sie von50 Mann die Hälfte in das Königreich einbringen können.Dieses verdiene allerdings die Beachtung Sr. Majestät.

Wenn der Kaiser wahrnehme, daß Se. Majestät die Katho-liken begünstigen wolle, so werde er alsobald dem Grafen Traut-mannsdorff befehlen, zu Gunsten der Protestanten zu wirken,und sich ein Verdienst daraus machen, nicht nur einen Ver-bündeten, sondern selbst ein Mitglied des Reichs ihnen zu opfern.

Wenn aber Se. Majestät zeigte, daß sie für jetzt sich derinnern Angelegenheiten der Schweiz nicht annehmen könne, sowürde der Kaiser großen Lärm zu Gunsten der Katholiken machen,

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