Buch 11. Kapitel IV.
sau
und dadurch, ohne andere Schritte, auch den Theil der Nationan sich ziehen, die setzt noch dein Könige vollkommen ergebensei.
Unterdessen, bis er die Befehle des Königs erhalte, werde derAmbaffador, wenn die Katholiken fortfahren, zu begehren, daßer zu ihren Gunsten etwas thue, seinen Sekretär mit einemSchreiben an den Kanton Bern senden, worin er zur Mäßigungund zu Ergreifung derjenigen Mittel, die in der Schweiz inähnlichen Angelegenheiten üblich seien, auffordere. Er werdedaneben Alles ausweichen, was irgend eine Parteilichkeit an-zeigen könnte; aber er fürchte, seine Vorstellungen werden keinenbessern Erfolg haben, als diejenigen, welche er wegen des Toggen-burgs und des Thurgaus gemacht habe.
Wenn er das Ende des Krieges vorsehen oder glauben könnte,daß der König nach Beendigung des Feldzugö den KatholikenHülfe leisten wollte, so würde er dafür gut stehen, daß dieBerner in weniger als Monatsfrist zur Besinnung gebrachtwürden, so daß sie, weit entfernt, ihre Kräfte so zu überschätzen,ihre Nichtigkeit empfinden und sich von der Gehaltlosigkeit ihrerträumerischen Projekte, dem Könige das obere Elsaß und dieFreigrafschaft Burgund zu entwinden, überzeugen müßten. Dazuwäre aber erforderlich, daß der König über diesen Punkt einenbestimmten Entschluß fasse und ihm zum Voraus 6 MonateZeit gebe, damit er im größten Geheim die Mittel vorbereitenkönnte, so daß die Berner nicht Zeit hätten, bei ihren gutenFreunden in London und Amsterdam Zuflucht zu suchen.
Der König würde sich auf viele Jahre hin der Schweizer ver-- sichern, und selbst in Bern eine starke Partei gewinnen, weil ernur dem Bunde gemäß handeln würde, um die so nöthige Einig-keit in der Nation wieder herzustellen, so daß auch die Prote-stanten keinen Verwand hätten, sich zu beklagen.