Buch II, Kapitel IV.
ritio
wie sehr er wünsche, einen Bruch zwischen den Kantonen zuverhindern, und von ihm einen freundschaftlichen Rath begehren.
Er stelle sich vor, daß er den Ambassador nicht werde bloß-stellcn wollen; wenn er aber anders dächte, so würde er nichtan seinem Erfolg zweifeln, denn dieser Mann habe diese Sacheganz in seiner Hand. 25 )
Den Herrn de la Martiniere beauftragte er, dem SchultheißenWillading eine Vermittlung vorzuschlagen, und den KantonBern und den Bischof einzuladen, ungesäumt Deputirte nachSolothurn zu schicken. Diesen würde er vorschlagen, daß mandie Auswanderung schnell befördern solle, und zwar der Katho-liken aus den Gemeinden, wo die Protestanten die größere An-zahl wären, und der Protestanten aus den andern Gemeinden,wo die Katholiken in Mehrzahl wohnten; ein Mittel, wodurchder Bischof bei den Katholiken und bei dem Papste gerechtfertigtwürde. Man könnte über diesen Gegenstand eine solche Ord-nung machen, daß zu keinen Zeiten mehr Streit erhoben werdenkönnte.
Gäbe es außerdem noch Dinge von geringerer Wichtigkeit,über die man streitig wäre, so würde man sie auch vorlegen,damit sie könnten beseitigt werden.
Martiniere solle vorstellen, daß diese Sache, obschon nicht sehrwichtig, dennoch Alles in Feuer und Flammen setzen könnte, unddaß der König, wenn die Berner Truppen an die französischenGrenzen schicken wollten, dieselben auch besetzen müßte, da ernicht mehr das nämliche Vertrauen in Willading's Obere habenkönne, wie ehedem. 26 J
Der Bericht, welchen de la Martiniere den 10. Brachmonatdem Ambassador über seine Sendung eingab, sagt im Wesent-
A. a. O. S. 222.A. a. O. S. 2i».