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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel IV.

der Minister vernehmen, wie er untergraben habe, und worinseine Vorschläge bestehen werden.

Den 13. Brachmonat schrieb de la Martiniere wieder vonBern aus dem Ambaffador, daß er Abends vorher in Bernangekommen sei, worauf, sobald er abgestiegen, der MajorManuel gekommen sei, um ihm die Ansichten des Schultheißenvon Grafenried mitzutheilen, damit er sich darnach benehmenkönne. Sein erster Besuch galt dem Schultheißen Willading,dem er sagte, daß Se. Exzellenz, nachdem er ihr über ihreUnterredung vvm 9. Brachmonat Bericht erstattet, ihm besohlenhabe, dem Schultheißen seinen warmen Dank abzustatten undihm anzuzeigen, daß er nun ein Schreiben an seinen Kantonbei sich habe, das er aber nicht übergeben werde, wenn derHerr Willading es nicht billige.

Der Schultheiß antwortete wie früher, ohne ja oder neinzu sagen, und überließ es ganz dem Gutdünken Sr. Exzellenz.

De la Martiniere erwiederte: Willading habe ihn versichert,daß Alles, was von Sr. Exzellenz herkommen würde, von seinemKanton und besonders von ihm selbst gerne und mit Ehrerbie-tung würde aufgenommen werden, und daß sie nur den Friedenwünschen; dieses habe Se. Exzellenz bewogen, ihm diesen Briefmitzugeben.

Da Willading äußerte, daß der Schritt Sr. Exzellenz wahr-scheinlich auf Begehren des Bischofs von Basel geschehe, so ver-sicherte der Sekretär, daß dieses nicht der Fall sei, woraufWillading beifügte: Es geschieht also auf Antrieb der katholischenKantone? De la Martiniere habe geglaubt, ihm diesen Wahndurch Anführung aller nur möglichen Gründe benehmen zu sollen.Willading habe dann in der Hitze gesagt, die Kantone machenBündnisse gegen Bern wegen der Religion, wobei er das Kapitulat

') A. a. O. S. 228.