geindselige Äußerungen des Grafen gegen Bern. 333
der Gelegenheiten von Fischer bedienen, denn es sei Keiner, dernicht schon eröffnete Briefe erhalten hätte."')
Den 6. Jänner 1712 schrieb der Graf dem Markis vonTorcy, er habe von Zürich vernommen, daß der von Bern nachdem Haag abgeordnete St. Saphvrin dort einen Bund zwischenHolland und den andern Protestanten unterhandle; er sei über-zeugt, daß, ungeachtet der Abneigung von Zürich, Bern diesenOrt dazu hinreißen werde, und dann auch die andern. Willa-ding, der nebst 5 Andern ohne Borwiffen der Standesmitgliederhandle, werde die Sachen so weit treiben, daß die Schweizersich die holländische Kette an den Hals legen werden, um sichvor der Rache Sr. Majestät zu sichern.
Wäre es nicht Zeit, diesem Schurken von Willading, der seinVaterland betrügt und seinen zu großen Kredit mißbraucht, dieMaske abzureißen? Man verspreche ihm von Zürich nähereAuskunft; er wünschte aber, daß ihm auch der Minister welcheaus dem Haag verschaffen könnte; denn wenn es wahr wäre,was er nicht bezweifle, daß die Protestanten dort abschlössen undman es nicht hindern könnte, so müßte man hier eine Gegen-batterie mit den Katholiken errichten.")
Den 12. Jänner klagte er dem Finanzminister wieder überdie Berner, weil das Urtheil zu Gunsten des Castan gefälltwurde, welches er Willading zuschreibt. Dieser und seine An-hänger sagen, das Urtheil von Lyon sei von bestochenen Leuten ^gefällt worden; der Ambaffador des Königs sei eben so sehr demFinanzminister ergeben^, wie dieser den Bernhard und Nikolai,und er habe ohne Borwiffen des Königs den Ruin eines Un-schuldigen zu Gunsten eines Schelmen geschmiedet. Wollte derMinister die Bernhard und Nikolai vor sich berufen, so würde
«) Bd. vu. S. 77.") Bd. vu. S. 81.