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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel IV.

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Niemand mehr das Lügenprofekt bezweifeln. Würde der Königandrerseits keine Empfindlichkeit weder über das Vorgefallenenoch über das neuenburgische Geschäft zeigen, so würde mansagen, die Zeit sei gekommen, den König und seine Krone ebenso sehr zu verachten, wie man ihn früher gefürchtet habe. DieGutdenkenden, die zahlreicher als die Schurken seien, rathen ihmMittel an, von denen sie sich versprechen, daß sie Jedermanngegen Willading aufbringen werden. Man sollte alle Waaren,welche den Bernern oder ihren Unterthanen gehören, mitSequester belegen; in die angrenzenden Provinzen Befehle senden,allen Handel mit ihnen zu unterbrechen; den Richtern befehlen,auf Urtheile, die in Bern oder dessen Gebiet gefällt würden,ferner keine Rücksicht zu nehmen; die Briefe nicht mehr überPvntarlier und Genf gehen lassen, sondern über Hüningcn undBasel. Durch solche Mittel würde der Anhang von Willadingauf einige Handwerker beschränkt, die nicht den dritten Theildes Rathes ausmachen; die übrigen vornehmen Leute von an-gesehenen Familien versprechen, daß sie sich des Borwandcs, denihnen der König verschaffen würde, mit Erfolg bedienen werden,um den Tyrannen ihres Vaterlandes zu stürzen, und den altenEifer ihrer Väter für den König bei den Ihrigen wieder her-zustellen. 43 )

Ungeachtet dieses Schreibens zögerte der König, die Bernerseinen Uwillen fühlen zu lassen. Da aber dieses nicht nach demWunsche des Ambassadors war, so antwortete er dem König den8. Hornung, die Gutgesinnten werden keinen Verwand haben,sich gegen die fetzige Regierung in Bewegung zu setzen; daherwerde der Schultheiß Willading alle Zeit haben, mit den Feindenzu unterhandeln und sich gegen die Folgen sicher zu stellen.

") A. a. O S. 91.