Band 
Zweiter Band.
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Feindselige Äußerungen des Grafen gegen Bern. 857

Würde man dann die Sachen zu weit treiben, so würde manGefahr laufen, mit diesem Kanton in einen Krieg verwickelt zuwerden, wenn Willading die Oberhand behielte, wofür der Grasnicht gut stehen wollte. Es wäre nöthig, daß Sc. Majestät zumVoraus sich in Bereitschaft setze, Stimmen mit Geld zu erkaufen,und dem Grafen erlaube, so zu handeln, wie es die Lage derDinge im Lande selbst erfordern werde, da dieselbe nicht immerso sei, wie sie aus der Ferne erscheine. Wenn der König irgendeines seiner vorgeschlagenen Mittel geeignet finde, die Bernerfühlen zu lassen, daß ihm ihr Betragen gegen Castan unange-nehm sei, und wenn Se. Majestät ihm erlaube, während er überdieses Geschäft unterhandle, ihnen zu verstehen zu geben, daßdem König ihre Unterhandlungen im Haag durch St. Saphorinnicht unbekannt seien, ihnen deren Verwerflichkeit vorzustellenund sie zugleich merken zu lassen, daß er dem Könige, wenn erbei ihnen Aufrichtigkeit erkenne, Vorschläge machen werde, welchedem Kanton nützlich sein könnten, so würde er hoffen, Denen,die nicht zur Partei Willading's gehören und nicht nach seinenGrundsätzen und Leidenschaften handeln, sondern nur im Irr-thum sind, vielleicht die Binde von den Augen nehmen zukönnen. 44 )

Den nämlichen Tag schrieb er auch an de Torcp, daß Der-jenige, welcher ihm die Berichte von Bern schicke, ein Mitglieddes Rathes sei, und zwar eines der bestgesinnten, die er kenne;man müsse nur untersuchen, ob die Geschäfte, von denen er be-richte, Aufmerksamkeit verdienen oder nicht. Er werde verschie-denen Partikularen aus allen katholischen Kantonen die Gefahrschildern, in welcher sie schweben, ihnen aber das Geheimnißempfehlen, bis er die Befehle des Königs werde erhaltenhaben.

") Bd. v». S. 121.