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Buch II. Kapitel IV.
Schweizern zu hoffen und zu fürchten habe. Er habe freilichkeine Aussicht, daß der Markis ihm bald diese Aufträge gebenwerde, worüber er rasend werden möchte, denn die Umständegestalten sich nach Wunsche.
Das wichtige Geschäft, welches den Rath von Solothurn be-wogen habe, den Seckelmeister Glutz zurückzurufen, bestehe ineiner zweiten Anfrage von Bern, 72 mit Heu beladene Schiffeohne Durchsuchung durchzulaffen, was aber abgeschlagen wurde/1
Den L. Herbstmonat schrieb der Graf dem Nämlichen wieder:Die große Aufgabe bestehe darin, Bern zu demüthigen und diesenKanton außer Stand zu setzen, Frankreich zu schaden; zu diesemEnde hin müsse man die Erbärmlichkeiten der andern Kantoneeinigermaßen ertragen und sie nicht wegen ihrer strafwürdigenHandlungen verlassen; denn wenn jemals der König seine An-gelegenheiten in der Schweiz wieder herstellen wolle, so werdeman alle Pygmäen in Bewegung setzen müssen, den Riesen zuerdrücken. 50 ) Den 7. Herbstmonat schrieb er an den Nämlichen:Als Antwort auf seinen Brief vom 30. August werde er ihmzur rechten Zeit eine klare und lakonische Denkschrift einsenden,woraus er entnehmen werde: 1) Unsere Beschwerden gegen unsereVielgeliebten. 2) Die Nothwendigkeit, sie zurecht zu weisen.3) Die Mittel, dazu zu gelangen.") In mehren folgendenBriefen bereitet er immer durch ähnliche Äußerungen sein Pro-jekt vor, und endlich sandte er im Herbstmonat dieses Jahreseine Denkschrift über Bern an seinen Hof, folgenden Inhalts:
In dem Kanton Bern haben die Geistlichen nicht, wie imKanton Zürich, Einfluß auf die Regierung; hingegen müssen dieMitglieder des kleinen und großen Rathes ein gewisses Alterhaben, und die Offiziere, die in Frankreich gedient haben, bilden
">) A. a. O. S. 268.
'») A. a. O. S. 402.
*>) A. a. O. S. 406.