Buch 11. Kapitel IV.
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die wichtigen Dienste, welche sie den Alliirten zum NachtheilSr. Majestät gegen die Bünde und gegen die heiligsten Eidegeleistet haben, sehr stark gelten machen. Er hätte diesen Rathbefolgt, wenn man Hoffnung hätte, daß es etwas nützen würde.Zwar würden wahrscheinlich mehre Rathsglieder, die keine bösenAbsichten haben, die Gerechtigkeit seiner Klagen einsehen; aberer glaube nicht, daß der Nutzen, der daraus entstehen würde,den König bewegen könnte, das Vergangene zu vergessen undaußer Auge zu lassen, wie nothwendig es sei, daß das Gleich-gewicht in der Schweiz hergestellt und die Berner außer Standgesetzt werden, ihm zu schaden. Denn wenn dieser Kanton inseinem jetzigen Zustande verbliebe, mit seinem Verrathe an Geld,Mnnition und Offizieren, so könnte er, ohne sein Land zu ent-blößen, 40,000 Mann aufhieten und in das Königreich einfallen,und der König wisse wohl, auf wie vielen Wegen dieß geschehenkönnte. Um diesen Übeln zuvorzukommen, werde man nach demFrieden die Katholiken erheben und die Berner zu Boden werfenmüssen. Wenn er nicht irre, so sei die Sache sehr leicht. DieVerwände seien zu einleuchtend, und wenn das Projekt, mitgroßem Geheimniß behandelt werde, so brauche es keinen Monat,Alles zu gutem Ende zu führen. 53 )
Nicht lange nach dem Abschluß des Utrechter Friedens erhieltBern die Abschrift einer Denkschrift, welche dü Lüc schon den19. April 1713 an den Hof geschickt hatte, und welche wohlverdient, hier wörtlich mitgetheilt zu werden.
„Der Geist des Kantons Bern hat sich während der letztenUnruhen in der Schweiz so deutlich an den Tag gelegt, daßman sich selbst täuschen müßte, wenn man nicht daraus schließenwollte, es liege im Interesse von Frankreich, diese Republik zudemüthigen, ohne davon zu sprechen, wie sehr sie beflissen ist,
”) 2t. a. O. S. 483.