Buch II. Kapitel IV.
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schwächen; er ist das einzige Hinderniß deS Einflusses Sr.Majestät in der Schweiz und die einzige Ursache, daß die Hol-länder, ohne Pensionen zu bezahlen, bald eben so viele Schweizer-truppen in ihrem Dienste haben werden, wie der König, denes so große Summen kostet, Anhänger zu unterhalten. Es wäresogar möglich, daß zuletzt die Katholiken denselben Entschlußfassen würden; denn die Schweizer sind im Allgemeinen nichtfranzösisch gesinnt. Das Beispiel des Barons von Dießbach läßtdiese Wahrheit nicht bezweifeln.
„Wenn es eine unerläßliche Nothwendigkeit ist, die Machtdieses Kantons zu beschränken, so sind die Mittel, dieß zu er-reichen, nicht schwierig, wie sich aus dem Folgenden zeigen wird.
„Das Wadtland bildet außer allem Zweifel die Stärke desKantons Bern. Diese Provinz, welche derselbe ehemals von demHerzoge von Savopen eroberte, ist die Seele ihres Staates:dort sind seine besten Landvogteien; von dorther kommen dieReichthümer, womit dieser Kanton besser als irgend ein andererausgestattet ist, und von dorther endlich kommt ihnen der Stolzund die Herrschsucht, welche sie für ihre Nachbaren unerträglichmacht. Dieses Land liefert seine schönsten und besten Truppen;in den letzten Unruhen zogen sie von daher 10,000 Mann,welche den Kern ihrer Armee bildeten.
„Die Wadtländer sind mehr als die übrigen Schweizer anden Krieg gewohnt, weil ihr Adel, der sehr zahlreich ist, keinanderes Mittel als fremde Kriegsdienste kennt, um für seinenUnterhalt zu sorgen, indem er von allen Ämtern ausgeschlossenist und von den Landvögten ausgesogen wird, die einander immerablösen und deren Geiz nie zu ersättigen ist.
„Man kann den Kanton Bern nur schwächen, wenn man ihmdieses Land, das seine Kraft bildet, entzieht; dieser Provinz be-raubt, würde er die Macht von Lucern, Freiburg und mehrenandern Kantonen nicht übersteigen; er müßte seinen unersättlichen