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Buch 11 . fi apis e( I V.
und den sie zwingen könnten, ihnen ihre Freiheiten und Rechtezu lassen, wenn ihn jemals die Lust anwandeln sollte, sie zuverletzen.
„Es könnte ihnen also nur ein Prinz aus dem souveränenGeschlechte von Neuenburg behagen, und der mit Benutzung derschweizerischen Bürgerkriege die Sache zu Stande bringen könnte.
„Vielleicht mögen zuerst die Vortheile, welche für Frankreichdaraus erwachsen würden, nicht auffallen; sie sind aber dennochsehr bedeutend. Seine Grenzen auf Seite der FreigrafschaftBurgund würden gesichert und man hätte nie mehr einen Ein-bruch der Deutschen von dieser Seite zu besorgen. Der Königwürde den Schweizern furchtbar, und sie müßten ihm dienen,um seinen Schutz und sein Wohlwollen zu genießen, ohne daßes mehr nöthig wäre, Pensionen zu bezahlen; so würden sieweniger theuer und dem Hofe würden große Summen erspartwerden. Wenn das Wadtland einem französischen Prinzen ge-hörte, so würde der König den Herzog von Savoyen im Respekterhalten, und er könnte ihm im Nothfall 20,000 Mann ausdieser Provinz entgegenstellen, denen er wie seinen eigenenUnterthanen befehlen könnte.
„Endlich wäre es nicht mehr nöthig, die Schweiz unter Um-ständen, wo die Erhaltung ihrer Unparteilichkeit so viel kostet,wie bisher zu schonen, und man könnte über den schlechten Geistder Unterthanen in der Freigrafschaft lachen." 54 )
So sehr diese Denkschrift den Haß des Grafen dü Lüc gegendie Berner verräth, deren Untergang seine größte Freude ge-wesen wäre, so wenig erkennt man darin den wahren Staats-mann. Wie wäre es möglich gewesen, daß der Prinz von Conti,nachdem Frankreich den Kurfürsten von Brandenburg als Königvon Preußen und Fürsten von Ncuenburg und Valangin ancr-
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