Band 
Zweiter Band.
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Schritte von B ern. die Wirkung zu bindern. 57:5

den Betrug zu erwiedern: Es habe alles Mißtrauen abgelegtund glaube, die andern Stände haben ein Gleiches gethan; wennaber einige katholische Stände noch Mißtrauen hegten, so würdenauch sie gerne beitragen, das Zutrauen wieder herzustellen.")Schon vor dem 12. Heumonat hatte die Friedenskommission überdas Memorial des Grafen dü Lüc eine Denkschrift entwerfenlassen, welche sie dem Herrn Bondeli, preußischen Geschäftsträger,übergeben ließ; zugleich lud sie ihn zu einer Konferenz nachMurten auf den 13. Heumonat ein. Dort ward berathen, obder Geschäftsträger dem König den Vorschlag machen soll, dieSchuldigsten in Neuenburg bestrafen zu lassen; ferner wurdevorgeschlagen, daß der Maire von Chambrier, als das Hauptder Unzufriedenen, seiner Stelle solle entsetzt werden. Man solltedie Gutgesinnten belohnen und Spione halten; Herr PfarrerChappard solle der königlichen Gnade empfohlen werden, undebenso Herr Bergeon; auch wünschte Bern, daß der König einenGubernator von vornehmerer Herkunft schicken möchte. Mankam dann überein, daß man wegen der neuen Artikel, nachdenen Niemand einer Stelle entsetzt werden könne, der nichteines Verbrechens überwiesen werde, auf die Entsetzung desMaire von Chambrier verzichten müsse; ferner, da es verlaute,es werden zu Neuenburg Vorräthe von Lebensmitteln angehäuft,so solle man trachten, dieses zu hindern. Herr Bondeli sollesich erkundigen, ob es wahr sei, daß der Maire Chambrier ander Erneuerung des Bundes mit Freiburg und Solothurn ar-beite, und in diesem Falle dem Könige vorstellen, daß da-durch der Bund mit Bern geschwächt würde. Man sollte dieNeuenburger von- dem Eminage seinem Mehlzoll) befreien, undnach dem Antrag der philosophischen Profession solle man nundie Bürger in studio erziehen, damit man den Kredit im Land

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