Brief von bii Luc an Th or nia nn.
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zu Grunde gehen, in wenigen Tagen oder Monaten das näm-liche Schicksal treffen. Er hüte sich, Beispiele anzuführen, daHerr Thormann die Geschichte besser als er kenne, und weiseMänner die Fehler ihrer Vorgänger sich zu Nutze machen.
Man müsse nicht glauben, daß die andern Kantone, welcheihre üble Lage fühlen und sich in naher Gefahr glauben, immerunthätig bleiben werden. Wenn die Gerüchte, welche im Um-lauf seien, Wahrheit enthalten, so müsse man wenigstens glauben,daß Partikularen in Rom, Wien und selbst in Madrid wirken.Herr Frisching, welcher in Paris sei, werde wahrscheinlich seineHerren und Obern unterrichtet haben, auf welche Art man ihreReligionsgenossen darzustellen suche. Er frage ihn, ob das Endedieser Bewegungen nicht ganz entgegengesetzte Folgen habenkönnte, als man sich jetzt vorstelle. Was dann die Berner mitden Großmächten noch zu unterhandeln haben, das nicht schongeschehen sei; ob sie nicht einen Bund mit den Generalstaatenhaben; ob sie nicht trachten, einen andern mit England abzu-schließen; ob ihre Verhältnisse mit den Fürsten Deutschlands,ihren Religionsgenossen nicht sehr vertraut seien? Es bleibe alsonur noch der Herzog von Savoyen übrig. Er bitte aber Thor-mann, ihm zu sagen, aus welchem Grunde dieser Fürst ihremStande schmeicheln sollte. Ob es etwa geschähe, um sie nachSizilien zu locken oder um sein väterliches Erbe zu sichern;denn er zweifle, daß der Herzog Lust hätte, ihnen in ihreninnern Kriegen mit seiner Macht zu helfen, weil er einen frühernBund mit den Katholiken habe und weil übrigens die Klugheiterfordere, daß er sich selbst auf einem Throne befestige, denman ihm vor Kurzem überlassen hat, was aber nur durch großeWachsamkeit und in einer langen Reihe von Jahren geschehen könne.
Alle diese Betrachtungen werden ihm wahrscheinlich beweisen,daß das Interesse von Bern ihm so angelegen sei, als denBernern selbst.