Band 
Zweiter Band.
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Mittheilungen deck englische» Hofes. 383

zuträglichsten glaubte, und um nun in dieser Beziehung allesMißtrauen zu entfernen, verspreche er Sr. Majestät, daß er inZukunft keine diese Kantone betreffende Schritte thun werde,ohne sich vorher darüber mit der Königin ins Einverständnißgesetzt zu haben." 68 j

Damals schlug auch der spanische Gesandte in Lucern, BercttiLandi, ein treuer Diener des Grafen dü Luc, dem englischen Ge-sandten Stanian vor, den Frieden zwischen den Kantonen aufUnkosten des Abtes von St. Gallen zu machen. Dadurch hoffteer, die Kantone Zürich und Bern in direkten Krieg mit Kaiserund Reich zu verwickeln; die Falle war aber zu sichtbar für einenStaatsmann, wie Stanian.

Indessen erhielt Bern geheime Nachricht von Umtrieben derkatholischen Kantone und ließ deßwegen den 1. Christmonat 1713einem Magistrat von Zürich durch seinen Rathsschrciber DanielAmport berichten, daß die katholischen Kantone sich Raths er-holen, auf welche Art sie die abgetretenen Länder wieder an sichbringen können. Er glaube, es wäre sehr gut, wenn Zürichdurch den venetianischen Gesandten nachzuforschen suchte, damitman erfahre, welche Intriguen die katholischen Kantone bei denfremden Mächten spielen. Unter dem 27. Christmonat schriebder Nämliche wieder, daß Stanian wahrscheinlich zurückberufenwerde, und trägt darauf an, daß beide Stände die Königin vonGroßbritannien bitten, ihn ferner in der Schweiz zu lassen, daer ihr sehr gewogen sei. Er zweifle nicht, Zürich werde auchNachricht haben von den Schritten der katholischen Kantone, sichHülfe zu verschaffen, und Bern wünsche, daß man sich gemein-schaftlich über die zu treffenden Maßregeln berathen möchte.Auch wünsche er, zu vernehmen, ob der venetianische Resident

A. a. O. S. m.