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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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nämlich eine bis zum Aeussersten gehende Gutmüthigkeit., welchees ihm ganz ausnehmend schwer machte, überhaupt an das Schlechtezu glauben. 1 ) Andererseits hinderte ihn diese Güte des Charaktersnicht, seine Ideale mit rücksichtsloser und schroffer Offenheit derWelt kundzugeben, ohne politisch oder religiös Andersdenkende zuschonen und der Gesinnung der Bevölkerung in den von ihm alsGast bewohnten Landestheilen Rechnung zu tragen: so erwarb ersich unzählige Feinde, die ihm nicht nur bei jeder GelegenheitSchwierigkeiten in den Weg zu legen, sondern auch sein Ansehen,seine Ehrenhaftigkeit zu untergraben suchten, ein Unternehmen,welches nur zu gut geglückt ist und noch heute sein Andenkenbeeinträchtigt. Den Bestrebungen seiner Gegner wurde er nichtwenig förderlich durch die unglaublich bombastische, prahlerischeund auf südländische Phantasterei berechnete Sprache, der er sichmeist in seinen an die Bevölkerung und an die Truppen gerichtetenProklamationen bediente und die auf den so sehr zum Spott ge-neigten Franzosen einfach lächerlich wirkte. —

Bordone hatte durch Herbeiführung Garibaldis die Regierungder Volksvertheidigung in eine grosse Verlegenheit versetzt. Ihrlag der Gedanke an eine Weltrepublik fern; ihr kam es auf RettungFrankreichs an. Alles, was dem glatten Gang der Aufbietungsämmtlicher Kräfte und Mittel zur Vertheidigung hemmend in denWeg treten konnte, musste vermieden werden. Zwar hatte Bordone 2 )sich wegen Heranziehung Garibaldis nach Frankreich vorher mitden Herren Laurier, Cremieux und Glais-Bizoin von der Regierungin Tours ausgesprochen, allerdings keine amtliche Ermächtigung,aber doch den Bescheid erhalten, sie würden über die AnkunftGaribaldis in Frankreich sehr befriedigt sein. Trotz dieserhalbamtlichen Zustimmung rief Crömieux, als er die Nach-richt von Garibaldis bevorstehendem Eintreffen erfuhr, mitzum Himmel erhobenen Händen aus: „Ach, mein Gott, er kommtan; das fehlte uns gerade noch!“ s ) Auch die hervorragendstenBeamten der Regierung wollten nichts von Garibaldi wissen. Siemachtend geltend, dass man dadurch der italienischen Regierungin einem Augenblick Unbequemlichkeiten bereiten könnte, woThiers im Begriff war, ihre Einmischung herbeizuführen.*) Dereigentliche Grund der Abneigung gegen seine Mitwirkung lag aberin der Besorgniss, seine Persönlichkeit könnte durch Erregungbreiter Volksschichten zu umstürzlerischen Bewegungen, vor allem

i) C. P. 77. — 3 ) E. p. VI 27-2. — ») Bo. 15. Anm. 1. — *) L. N. 14.

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