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in Nizza und in den separatistisch gesinnten Provinzen der Liguedu Midi, weit mehr schaden, als sie durch Kriegsthaten zu nützenvermöchte. Aber auch in letzterer Beziehung traute man ihmnicht mehr allzu viel zu. Schon 1866 hatte er sich den Oester-reichern gegenüber ziemlich unthätig gezeigt und 1867 hätte erbei grösserer Entschlossenheit leicht die päpstlichen Truppen ver-nichten können, ehe die Franzosen zur Besetzung Roms zur Stellezu sein im Staude waren. 1 ) „Trotz der ungeheuren Lobpreisungen,mit denen die italienische Presse immer Garibaldis Unternehmungenbis zu dem Grade ausschmückte, dass sie seine Niederlagen inSiege verwandelte, kam doch endlich die Wahrheit zum Vorscheinund die Regierung der Volksvertheidigung zweifelte seine kriegerischenAnlagen an.“ 2 J
Aber andererseits konnte sie ihn aus politischen Gründen,nachdem sein Kommen einmal bekannt geworden war, nicht ab-weisen. Sie hätte dadurch die ganze rothe republikanische Partei,welche namentlich in den südlichen Provinzen die grosse Uebermachthatte und deren Kraft nach Beendigung des Krieges sich imKommune-Aufstand offenbarte, zu hellster Entrüstung entflammt,welche zu unberechenbaren Folgen für die Yertheidigung des vater-ländischen Bodens führen musste. Die Regierung konnte nichtübersehen, dass Garibaldi zu Nizza, auf französischem, zeitweise zwarvom Mutterlande abgetrennten Boden geboren war und, auch wenner für die italienische Staatsangehörigkeit sich entschieden, dochseinem Geburtslande seinen Degen angeboten hatte; darum konntesie auch das Gesetz, wonach es untersagt war, französische Truppenunter Führung eines Fremden zu stellen, auf ihn nicht zur An-wendung bringen.
Unter diesen Umständen machte ein anderer Gesichtspunktnamentlich dem Diktator Gambetta schwere Sorgen. Wer bürgtetrotz seiner Weltrepubliksgedanken bei einem Gefühlsmenschen wieGaribaldi, dafür, dass er re bene gesta bis zur Verwirklichung der all-gemeinen Republik als Abschlagszahlung nicht mit Ansprüchen hervor,trat, die Frankreichs Bestand schädigten ? Er fürchtete in Garibaldi denitalienischen Patrioten. „Mochte Italien nach Sedan Romnelim en, wie es nach Sadowa Venedig genommen hatte, das liess G ambettanoch geschehen. Aber dass nrch Beendigung eines glücklichen oder un-glücklichen Feldzuges Garibaldi als Preis für geleistete Dienste Nizzahätte beanspruchen können, das gestattete Gambetta nicht. Erbestimmte, das Garibaldi keine allzu grossen Dienste leisten
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