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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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sich ganz bestimmt, ihn des Diktators Wünschen zu opfern, eheman ihm nicht Beweise von dem Vorhandensein der ihm nahe-gelegten ehrenrührigen Verurtheilung Bordones beigebracht hätte. ')Wenn Letzteren somit Gambetta nicht los werden konnte, so be-schloss er doch seinem unangemessenen, anmassenden Wesen einenDämpfer aufzusetzen und erliess am 24. Dezember aus Lyon anFrey einet nachstehende, sehr bezeichnende Depesche: 2 )

„Seit einigen Tagen lese ich eine grosse Anzahl von Depeschenmit der Unterschrift Bordone. Dieser Mensch ist, wie Sie wissen,Garibaldis Generalstabschef; es ist Ihnen nicht unbekannt, was'über ihn geredet wird und es ist angebracht, dass man sich ihmgegenüber nicht der Regeln der Vorsicht entäussert; er ist es, derneben Garibaldi befehligt, entscheidet, Alles besorgt, Alles macht.Ich weise zunächst darauf hin, dass seine Depeschen häufig ineiner unannehmbaren Form geschrieben sind. Niemand redet uudschreibt wie er. Man sollte in der That meinen, er wäre allmächtig.Er ertheilt Befehle an die Präfekten. Er schreibt Massregeln vor,er ordnet Verhaftungen an. Genug, es giebt Nichts, was er nichtthäte, überall, in seinem Hause wie ausserhalb. Ich mache Sienoch einmal darauf aufmerksam, gegen solche Anmassungen, denenwir uns nicht unterwerfen können, auf Ihrer Hut zu sein. . . .Sorgen Sie dafür, dass sie endlich zurückgewiesen werden. Mirsind die Rücksichten, welche die Lage erheischt, nicht fremd; aberes giebt Mittel, Bordone auf den ihm gebührenden Standpunktzurückzuführen und ich bitte Sie, dies mit Ihrer gewohntenGeschicklichkeit nicht zu unterlassen.“

Gleichzeitig machte Gambetta aber noch einen letzten Versuch,sich Bordones zu entledigen, indem er den Präfekten von Marseille,Gent, auf forderte, Garibaldi in vertraulicher Weise Aufklärungenüber seinen Stabschef zu geben. Das Nutzlose eiues solchen Schritteswohl einsehend, wandte sich Gent am 25. Dezember unmittelbaran Bordone und legte es ihm im Interesse der Stellung Garibaldisans Herz, alle persönlichen Abneigungen zum Wohle des Ganzenschweigen zu lassen, damit er nicht dereinst vor der Geschichtein den Verdacht käme, dem Ruhme Garibaldis, zur Befreiung desLandes hervorragend beigetragen zu haben, hinderlich im Wegegewesen zu sein. 3 ) Einen Einfluss auf Bordones Eigenart habenaber alle Bemühungen nicht ausgeübt.

Zu allen Anstössen, die er durch seine Persönlichkeit nachAussen hin gab, traten zur Erschwerung der Verhältnisse der Vo-

] ) E. p. III 243. - 2 ) Per. II. 125. - 3 j E. p. IV 253 No. 5656.

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