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der Vogesenarmee auf dem Laufendenzu erhalten. 1 ) Als Protestant vonpietistischer Richtung theilte er nicht alle Anschauungen Garibaldis.Cremer und Poullet 2 ) bezeichnen ihn als einen kalten, energischen,patriotischen Mann, der keine Hindernisse kannte und dessen Ehren-haftigkeit im ganzen Eisass so anerkannt war, dass sich die Ver-leumdung nicht an ihn herauwagte. Seine Beurtheilung Garibaldisist oben mitgetheilt. Es ist bei seinem Charakter verwunderlich,dass er sich zum Lobredner Bordones machte. Im Stabe lagenihm die Zusammenstellung der Aufklärungs - Meldungen und ihreUebermittelung an das Kriegs-Ministerium und an den Delegirtendesselben im Stabe Boubakis, Herrn de Serres, ob. 3 ) Der Um-gebung Garibaldis gegenüber hatte er nicht das genügende Ansehen,um in Abwesenheit Bordones durchgreifend handeln zu können undwusste oft nicht aus noch ein, wie die oben wiedergegebeneuDepeschen an Freycinet und Gambetta beweisen. Als der Generalstabs-chef in Avignon war, kam es zwischen Gauckler und Lobbia zuReibereien, weil anscheinend die Grenzen der Thätigkeit beidernicht scharf genug bestimmt worden waren. Gauckler hatte die denAufklärungsdienst betreffenden Befehle Bordones auszuführen: derSousschef Lobbia aber sandte ihm, nachdem Garibaldi am 3. Januarnach Dijon gereist war, die eingegangenen Depeschen überhauptnicht zu, indem er verlangte, dass Gauckler seine (Lobbias) Befehleeinzuholen habe, was Ersterer angesichts seiner bisherigen Selbständig-keit in seiner Dienststellung verweigerte. 4 )
Zum Kommandeur seines Hauptquartiers hatte Garibaldi seinenSchwiegersohn Canzio gemacht, einen ganz jungen, sehr schönenund prächtig gekleideten Herrn. Middelton 5 ) nennt ihn den DonJuan des Heeres, den Verzug der Schönen: ausstaffirt, aufgeputzt,pomadisirt. „Von mittlerer Gestalt“, sagt sein BewundererMarais 6 ) „aber von vollkommenem Ebenmass und ausserordentlichfeinem Gesicht, ist Canzio gleichzeitig ein Muster von Vornehmheitund ein Typus von einsichtiger Tapferkeit.“ Cremer und Poullet 7 )nennen ihn „eine ruhige und sanfte Natur von ausgezeichneterHöflichkeit“, während ihn Theyras 8 ) als einen ebensolchen Neulingim Kriegswesen wie Freund des Vergnügens, gleich seinem SchwagerRicciotti, schildert, der sich stets nur durch die Glutli seinerrepublikanischen Gefühle und durch die Scheusslichkeiten aus-zeichnete, die, nach Gauckler, das Heer entsittlichten. Bei alledemwar ihm Entschlossenheit und Tapferkeit, wie sich zeigen wird,
i) Th. 35. — 2) C. P. 83. — 3 ) Bo. CdE. ‘243. — 4 ) Ebd. 115. —5 ) Mid. 173. - «) Ma. 32. — 7 ) C. P. 82. — 8 ) Th. 3b.