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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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nicht abzusprechen. Es ist schon erwähnt worden, dass ihm seitMitte Januar Garibaldi die in der Bildung begriffene fünfte Brigadeübertragen hatte.

Ein weiteres Mitglied des garibaldinischen Generalstabs warColonel Loir, wie Gauckler, Schüler der Polytechnischen Schuleund vor dem Kriege Telegraphen-Inspektor zu St. Etienne; ihmwar die der Vogesenarmee beigegebene Telegraphen-Abtheilungunterstellt, deren Dienst er sich mit grosser Gewissenhaftigkeitwidmete. Seine Leitungen arbeiteten stets und erstreckten sichbis zu den am weitesten vorgeschobenen Aufklärungs-Abtheilungen,bei deren rückgängigen Beweguugen die Apparate zu allerletztzurückgenommen wurden; so konnten mit ausserordentlicher Schnellig-keit die Nachrichten zurückbefördert und den Nachbarabtheilungenmitgetheilt werden. Er leistete dem Heere wesentliche Dienste. 1 )

Das übrige Generalstabs-Personal bestand aus einer nicht un-beträchtlichen Anzahl gebildeten italienischen Familien angehörigerjunger Ordonnanz-Offiziere, welche lediglich zur üeberbringung vonBefehlen oder Einholung von Nachrichten über weithin entsandteTruppenkörper verwendet wurden. Sie w'aren vielfach der fran-zösischen Bevölkerung, die sie als Tagediebe und Vergnügungsjägebetrachtete, ein Dorn im Auge.

Es ist hier noch einer Persönlichkeit Erwähnung zu thun,welche zwar nicht dem Generalstabe angehörte, aber doch in derLage war, sich ihm und der Armee äusserst nützlich zu machen.Dies war Madame Jessie White-Mario, eine Engländerin, Wittwedes italienischen Abgeordneten Albert Mario, welche sich als Kriegs-berichterstatterin der Londoner Daily News und zugleich als Vor-steherin eines Feldlazaretts bei der Vogesenarmee aufhielt, undzwar getrieben durch einen förmlichen Garibaldikultus, wobei sieaber möglichst vermied, mit ihm persönlich zu verkehren, um nichtMissverständnisse über die Natur ihrer Empfindungen hervorzurufen. 2 )Dormoy nennt sie eine grosse Amazone, die auf den Aermeln dieKapitainesabzeichen trug, Maricourt, 3 ) eine Heldin im wahrsten Sinnedes Wortes, die unermüdlich und muthig eine Vorsehung derVogesenarmee wurde. Zum dritten Male im Kriege thätig, opfertesie den Verwundeten Zeit, Gut und Blut mit „einem gewissen ab-schreckenden Ungestüm“, aber ohne alle Prahlerei und menschlicheRücksicht, wobei es ihr ganz gleichgiltig war, ob sie weit entferntliegenden Verwundeten beistehen oder sie in den Lazaretten pflegen

1) C. P. 83. — 2 ) Dor. 151. — 3 ) Mar. <)-L.