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ihm ausdrückliche Befehle zur Ausführung zu geben.“ J ) UmGaribaldi die Mitwirkung an Bourbakis Feldzug mundgerecht zumachen und seiner Eitelkeit zu schmeicheln, gebrauchte Freycinetam 20. Dezember, als er de Serres’ Ankunft ankündigte, den Aus-druck „coopöration“, über deren Wesen Letzterer mit ihm verhandelnsollte. Dieser hatte aber das ganz richtige Gefühl, dass ein inGaribaldis Belieben gestelltes Zusammenwirken nicht genügen könnteund suchte am 21. Gambetta zu überzeugen, dass Erstem- noth-wendiger Weise der Oberleitung Bourbakis unterstellt werden müsste;Gambetta müsse „die strategische Nothwendigkeit in den Vorder-grund stellen, dass die Unterordnung der der Zahl nach schwächerenAbtheilungen unter die Bewegungen der stärkeren unabweislichsei.“ i) 2 ) Aber hierzu vermochte sich der Diktator nicht zu ent-schliessen; er wies vielmehr noch am 21. Dezember Freycinet an:„Wenngleich Garibaldi in unsere Bewegungen eingeweiht wirdund bei ihnen mitwirken soll, so ist es doch unmöglich, ihu unterirgend welchen Oberfehl zu stellen. Im Uebrigen bin ich sicher,dass für Bourbaki wie für Garibaldi dies das nützlichste Auskunfts-mittel ist.“ 3 ) Durch diese unklaren Verhältnisse wurden nichtbloss Missverständnissen, sondern auch bösem Willen Thür undThor geöffnet, was sich sehr bald zeigen sollte.
Garibaldi beschränkte in der That seine Thätigkeit vorerstdarauf, zu seiner eigenen Deckung und zur Beunruhigung desGegners in nordwestlicher Richtung, seine 2. Brigade (Lobbia) nachSaulieu, die 4. (Ricciotti) am 23. Dezember von Autun über Chäteau-Chinon, Courson, Vermanton, Avalion nach Semur zu entsenden.Bordone reiste, wie oben erzählt, anscheinend um seinem Aergerüber die Begnadigung des durch ein garibaldinisches Kriegsgerichtverurtheilten Lieutenant-Colonels Chenet Ausdruck zu geben, *) am27. auf acht Tage nach Lyon und Avignon, wohl wissend, dassbis zu seiner Rückkehr die ganze Maschine der Vogesenarmeestocken würde, zu einer Zeit, wo es von grosser Wichtigkeit war,dass diese zum Vortheile der Ostarmee mitwirkte.
In der zweiten Hälfte des Monats waren dem General Werdervon verschiedenen Seiten Mittheilungen über Truppenbewegungentheils zu Fuss, theils mit der Eisenbahn, zugegangen, welche vonLyon auf Besanfon und darüber hinaus über Clerval, l’Isle sur leDoubs und Rougemont, anscheinend zum Entsatz von Beifort, statt-fänden. Da der Kommandeur der Belagerungstruppen dieses
i) E p. III 70. — 2 ) Per. II 122 Anm. 2. — 3 ) E. p. IV 94. -
0 Per. II 560 No. 5311.