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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Garibaldi suchte durch Aufzählung seiner vorgeschobenen Ab-theilungen (Lobbia mit 1200 Mann am 16. zu FontaineFrangaise, 2500 Frantireurs zwischen Vitteaux, Verrey, St. Seineund Yal Suzon) seine Verantwortlichkeit zu entlasten; daverschiedene Zusammenstösse an der vom Feinde stark besetztenStrasse nach Is sur Tille stattgefunden hätten, so wäre es ihmunmöglich, Gray zu besetzen, wenn er Dijon vertheidigensollte. 1 ) Gauckler telegraphirte eine Stunde später an Frey-cinet, wenn er es verlangte, würde Garibaldi Gray ver-theidigen; aber augenblicklich wäre Dijon durch ein von Versaillesgekommenes Heer bedroht; er solle vor Allem die Pellissierfür Dijon versprochenen Geschütze senden. 2 ) Dem Nachrichten-büreau in Bordeaux gab er die Stärke des zwischen Vitteaux,St. Seine und Is sur Tille vereinigten Feindes auf 45000 Mannaller Waffen an, 25000 wären durch Montbard, 20000 durchBaigneux marschirt, welche dem II. und III. Korps angehörten;sie schienen sich nach den Vogesen zu bewegen; Gray erschienenoch nicht bedroht. 3 ) Unmittelbar darauf (915 A.) telegraphirteBordone an Freycinet, dass Gray niemals bedroht gewesen und zurStunde kein Ziel des Feindes wäre; überdies würde der Besitzdieser Stadt in keiner Weise die Verpflegung der Ostarmee inFrage stellen. Der Befehl, den Eisenbahnzug anzuhalten und denBahnhof Gray zu räumen, wäre albern gewesen. Freycinet sollesich bis morgen gedulden und auf seine, Bordones, Wachsamkeithauen. 4 ) Er leugnete einfach die Schwere der Lage und fuhr mitseiner gewöhnlichen Frechheit fort, die Behörden anzuschwärzenund sie der Kleinmüthigkeit und Unfähigkeit zu beschuldigen.

Freycinet vermochte allerdings seine Verwunderung über Gari-baldis Depesche nicht zu verschweigen: es wäre nicht ausgeschlossen,dem Feinde den Zugang zu Gray zu verwehren, auch ohne dassman es besetzte; noch jüngst hätte Bordone versichert, er würdedas Land von Dijon bis Langres zu decken wissen. Könnte eraber nur Dijon vertheidigen und müsste Gray eine besondereBesatzung erhalten, so sollte er es wenigstens frei heraussagen;bis jetzt hätte er jedenfalls weitergehende Versprechungen ab-gegeben. Noch offener sprach sich Freycinet gegen seinen Dutz-freund Gauckler aus, indem er ihm rundweg erklärte, dass das vorder Vogesenarmee vorbeimarschirende preussische Korps nach Grayrückte, ohne dass jene auch nur eine Ahnung davon gehabt hätte.

i) Per. II G87 No. 738. — 2 ) Ebd. G88 No. 744. - Ebd. 689 No. 745.

— 4 ) Ebd. 689 No. 746.