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"zu besteht aus sehr steilen Abhängen, wenn auch nicht in demMasse, wie nach dem Ouchethal zu.
Die Ouche, ein rechter Nebenfluss der Saöne durchbricht dasGebirge in der Höhe von Dijon. Ihr enges, tiefes, von ausgezacktenFelsen, wie oben beschrieben, begrenztes Thal wird von Polignybis Pont d’Ouche von der nach Epinac führenden Kohlenbahn,von hier ab bis Longvic, unterhalb Dijons, vom Canal de Bourgognebenutzt. Bei Dijon endigt das obere Thal und der bis Plombieresimmer von Südwest nach Nordost strömende Fluss läuft von daab in entgegengesetzter Richtung nach Südost, ist von jetzt an nichtmehr zu durchfuhrten und tritt in die weite, vom Fusse des Cöted’Or-Gebirges bis zum ferneren linken Saöne-Thalrand sich er-streckende, hügelige, gut bewässerte und daher sehr fruchtbareEbene ein, um sich nunmehr ihren linken Nebenflüssen Norgesund Tille mehr zu nähern.
Vorher schon hat sie links den, aus einer Höhe von 570 mbei der Ferme Fontaine Merle, nordwestlich von Pange, entspringendenGiessbach Suzon aufgenommen, der sich in einem engen, von steilenWänden und Wäldern eingefassten, halbkreisförmigen Thale (daherVal Courbe genannt) nach dem Dorfe Val Suzon (247 Einwohner)hinstürzt, wo er von der grossen, von Paris über St. Seinenach Dijon-Besan?on führenden Strasse überschritten wird. Diedortigen bewaldeten, senkrechten Felshöhen des schluchtartigenThaies erreichen eine Höhe von 493 m; von ihnen aus erscheintder Ort wie in der Tiefe eines Brunnens begraben, in welchemgrosse Bäume wie au den Wänden wuchernde Moose aussehen undzu welchem die Strasse einen Kilometer laDg in steilen Zickzacksabwärts führt. Eine dort aufgestellte Truppenabtheilung würdesich wie in einer Mausefalle befinden.*) Von hier schnellt derBach in seinem felsigen Bette in nordöstlicher Richtung weiterfort bis Ste. Foy, w r o er sich scharf nach Südost wendet und vonMessigny über Vantoux in südlicher Richtung nach Dijon läuft.Die Strasse von Val Suzon nach Messigny muss nothgedrungendem Flusslauf im tiefsten Thalgrunde folgen, eingeschlossen zwischenzwei ungeheuren, einander sehr nahen und durchaus unüberschreit-baren Mauern. Man hat deshalh nicht ohne Berechtigung diesesThal als Burgundische Thermopylen bezeichnet, in denen eineHand voll Leute ein Heer aufzuhalten vermag, wohin sich aber einsolches sicherlich hüten wird, sich zu verirren. -) Bei Vantouxbeginnen die Wasser des Suzon sich theils in dem durchlassenden
J ) Mar. 193. — 2 ) C. P. 122.