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Jen zurückweichenden Mobilisirten folgend, weiter im Vorgehengeblieben. Die Züge des F.j 21 waren auf dem rechten Flügeldurch einander gekommen und gelangten über die Südumfassungender zu beiden Seiten der grossen Strasse sich hiuziehenden Wein-garten hinaus. Hauptmann Borchmann besetzte mit Theilen der10. Kompagnie die äusserste südliche Hofmauer des Schlosses,woran sich nach völliger Einnahme desselben die 2. Kompagnieunter Hauptmann v. Putlitz betheiligte. Von hier aus wurde denzurückgehenden Mobilisirten ein lebhaftes Verfolgungsfeuer nach-gesandt und demnächst das heftige Feuern anderer, im Geländesüdlich Pouilly östlich der Strasse eingenisteter feindlicher Streit-kräfte erwidert. Da die südlichen Mauern der Gehöfte von denFranzosen nicht zur Vertheidigung eingerichtet waren, so stapeltendie Einundzwannger hinter ihnen Strohhaufen und andere Gegen-stände auf, um auf ihnen stehend über Bank zu feuern. Gegenüberdem hier nunmehr ins Gefecht tretenden Franktireurs, z. Th. aus-gezeichneten Schützen, traten trotz der schützenden Mauern rechtempfindliche Verluste durch Kopfschüsse ein.
Der mit 2 Zügen der 2. und 3. Kompagnie zur Deckung derlinken Seite nach der Römerstrasse entsandte Lieutenant Schreiberwar mittlerweile an der Nordostecke des Parkes angelangt. Dadie hier unbeschädigte hohe Mauer nicht zu übersteigen war, zoger sich in dem Raume zwischen der Römerstrasse und der etwa200 Schritt östlich derselben sich entlang ziehenden Erdanschüttungder Eisenbahn vorwärts, ein Raum, der von den vorwärts La Mala-diere und La Boudronnee in der Nähe des Strassenknicks angelegtenErdschanzen unmittelbar bestrichen wurde, während gleichzeitig dieVertheidiger der Werke auf der Höhe nordwestlich von St. Apolli-naire ein Kreuzfeuer hierzu abgaben. Da dieses auf die Dauernicht auszuhalten war, so liess Lieutenant Schreiber, als er dieSüdostecke des Parks erreicht hatte, den Versuch machen, durchFaschinenmesser und grosse Feldsteine eine Oeffnung durch dieMauer zu brechen. Nachdem es unter kaltblütiger Todesverachtungeiniger Unteroffiziere und Soldaten gelungen war, ein zwei Fassbreites Loch herzustellen, rückten die beiden Züge gerade in demAugenblicke in den Park ein, als einerseits der Angriff auf dasSchloss erfolgte und die vom Premier-Lieutenant v. Woldeck mit der1. Kompagnie verfolgten Mobilisirten-Abtheilungen andererseits imBegriff waren, die lange südliche Mauer zu verlassen und auf Dijon ab-zuziehen. Während der 2. Zug den Zurückgehenden auf der Dorf-strasse folgte, hatte sich v. Woldeck mit dem 1. und Schützenzuge mehr