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der Entwickelung des II. wurde das I. Bataillons (3 Kompagnien)angewiesen, zwischen dem Suzon und der Strasse nach Langreszur Unterstützung der Einundzwanziger Füsiliere vorzurücken; esbildete somit eine Staffel links rückwärts des II. Bataillons. SobaldHauptmann v. Fehrentheil, anstatt des verwundeten Majors PriebschFührer des I. Bataillons, über die bisher deckenden Mauern vonPouilly hinaus gelangt war, zog er zunächst die 2. Kompagniewestlich der Strasse, darauf die 3. in der Nähe der letzteren vor.Erstere sollte zur Unterstützung des Angriffs des II. Bataillonsbis an die Vorstädte von Dijon Vorgehen, letztere das Gehöft LaMaladiere (?!) 1 ) besetzen und so lange als möglich behaupten.Diese weit gesteckten Ziele wurden nicht erreicht: die beidenKompagnien gelangten bis an den Bahndamm, den sie im Vereinmit den dort schon stehenden Zügen des 21. Regiments besetzten;„abgesehen von einem schwachen Schützenfeuer auf den in un-günstiger Schussweite stehenden Feind“ kamen sie „im weiteren Ver-lauf des Gefechts zu keiner entscheidenden Thätigkeit“. 3 ) Die4. Kompagnie blieb als Rückhalt an dem hohlwegartig ein-geschnittenen Wege von Pouilly nach Fontaine stehen.
Das II. Bataillon, bei welchem sich Oberst-Lieutenant Weyrachbefand, war gleich in ein sehr heftiges, sich kreuzendes Granat-und Shrapnelfeuer der Batterien von Fontaine, Mont Chapet undSt. Apollinaire gerathen, weshalb der Regimentsführer die Ent-wickelung in Kompagnie-Kolonnen anordnete. Hauptmann Kummeführte die 6. und 7. Kompagnie als Vortreffen und liess die 5. (Premier-Lieutenant Weise) hinter dem Zwischenraum beider als Rückhaltfolgen. Während die 7. Kompagnie (Premier-Lieutenant Luchs)den deckenden Bahnkörper entlang marschirte, benutzte zu ihrerRechten die 6. Kompagnie (Sekond-Lieutenant Straube) die Senkungdes wasserlosen Suzon zur gedeckten Annäherung an den Feind.Als letztere den Weg Pouilly-Fontaine überschritt, wurde sie vonden in den Weinbergen am östlichen Abhang von Fontaine liegendendichten Schützenschwärmen der 1. garibaldinischen Brigade in ihrerrechten Seite derartig beschossen, dass Hauptmann Kumme zu ihrerSicherung an der Suzon-Brücke den 2. Schützenzug (LieutenantSchau) zurüekliess, welcher sich im Bette des Baches einnistete unddas Feuer erwiderte. Sein Auftrag war lediglich’ ein hinhaltender,er sollte den Gegner vom Vordringen gegen die rechte Seite desBataillons abhalten und dies ist ihm trotz der ungeheuren Ueber-
!) Bericht der I./61 in Kr. A. K. HI. 43 ff.. Hier liegt wohl eineVerwechselung mit der Usine Bargy vor. — a )HL 205.