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das übermässige Feuer ihrer Vertheidiger gebrochen wäre. Er liessdeshalb den Süd- und Ostrand der Lehmgrube durch die6. Kompagnie und die Trümmer der 7., sowie durch Theile der 5.besetzen und das feindliche Feuer erwidern. Er war allerdingsnicht im Stande, seine ganze Kraft gegen die Fabrik zu vereinigen,da er sich des nicht minder lebhaften Feuers der Brigade Canziobei St. Martin und der westlich davon liegenden Schützenlinien zuerwehren hatte. Da von der Lehmgrube aus nur das obersteStockwerk des Hauptfabrikgebäudes und die obere Kante derEinschlussmauern zu sehen waren, so konnte man nur diese unterFeuer nehmen und auch nur diese wiesen nachher die Spurenmassenhafter Geschosse auf. Es gelang daher nicht, die Feuerkraftder Franktireurs zu dämpfen, um so weniger, als die Reiheu derPommern durch empfindliche Verluste sich immer mehr lichteten.Die Lehmgrube wurde, namentlich von dem oberen Fabrikgeschossund den Dachräumen völlig überhöht und bot, da sie nur flachwar, selbst in der Nähe des dem Feinde zugekehrten Randes nureine mangelhafte Deckung. Schwer verwundet sanken die Lieutenantsv. Falckenhayn und Straube nieder, eine grosse Anzahl von Unter-offizieren und Soldaten mit ihnen. Dem Premier-Lieutenant Luchswurde in der Grube das Pferd unter dem Leibe erschossen. Endlichwurde die Feuerwirkung durch den dicken Pulverdampf, der durchdie feuchte, nebelige Luft niedergehalten wurde, stark beeinträchtigt,so dass, als die Dämmerung mehr und mehr hereinbrach — dieSonne ging vor 4 2 unter — nur die aus den Fenstern und vonden Mauern der Fabrik aufblitzenden Schüsse die Zielpunkte fürdie Preussen abgaben.
Premier-Lieutenant Luchs hatte bald, nachdem er in der Lehm-grube eingetroffen war, die bisher bei der 7. Kompagnie geweseneFahne des Bataillons, da er nur noch 70 Mann um sich hatte,an die 5. Kompagnie abgegeben, welche, während der beidenvorigen Tage zur Bedeckung der Bagage abkommandirt, noch keinenAbgang durch Gefecht gehabt und auch während des Vordringens
(„Illustration“ vom 1. März 1879) sagt, dass um 2— der Eisenbahndammvon dem fliehenden Bataillon Charolles geräumt wurde und bald daraufder Angriff auf die Usine Bargv erfolgte; Dormoy (D. V. 204) setzt dieEröffnung des Eeuers aus der Fabrik auf das II./61 auf 3 Uhr an, derBericht im „Petit Niijois“ No. 304 vom 2. November 1890 „gegen 4 Uhr“;Janin (II 180) sagt, die Fabrik sei um 322 von den Preussen eingeschlossenworden : diese, sowie seine späteren Zeitangaben weichen von den deutschengerade um eine Stunde ab. Nur Bordone (in „Illustration“ vom 1 . Fe-bruar 1896) stimmt mit den letzteren annähernd überein, wenn er angiebt,dass die Preussen um 3 22 (thatsächlich um 4) im festen Besitz vonPouilly gewesen waren.