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Spiegel und 150 über den Thalböden, welche sie durchschneiden.Diese Thäler oder vielmehr diese Schluchten sind ausserordentlicheng. Die Gehölze, welche die grösste Strecke aus Dickichten(taillis) bestehen, verbreiten sich fast ohne Unterbrechung über dasganze Land. Schnee und Glatteis vermehrten noch die Schwierig-keiten des Durchmarsches,“ welche das preussische Generalstabs-werk ') noch besonders kennzeichnet: „Zahlreiche Quellbäche,welche auf dem Plateau (von Laugres) entspringen, fliessen derSeine und Saöne zu. Sie durchkreuzten die Richtung des Marsches,und ihre tief eingeschnittenen Thäler mussten auf steilen Weg-strecken überschritten werden, was bei der herrschenden Glättedoppelt beschwerlich war. Die besseren Strassen über die Hoch-fläche halten sich in den Thälern und laufen daher im Allgemeinenvon Nordwest nach Südost. Sie entzogen sich also der Benutzung.Aber auch die Verbindung zwischen den einzelnen Kolonnen war inden ausgedehnten bergigen Waldungen nicht leicht aufrecht zuerhalten. Jede musste für ihre Sicherung nach allen Seiten hinselbst sorgeD. Dabei bietet das Land wenig UnterkommenDer Marsch führte mitten zwischen Dijon und Laugres hindurch,und beide Orte wusste man stark besetzt. Es wurde daher einernstlicher Widerstand in dem schwierigen Gelände erwartet,“ umso mehr als die Länge des lediglich durch Berg und Waldzurückzulegenden Weges für die einzelnen Kolonnen zwischen 30(für die nördlichste) und 80 km (für die südlichste) betrug.
Der Vormarsch auf mehreren neben einander laufenden Strassenund die Rücksicht auf weit vorgeschobene Sicherungen nach vornund beiden Seiten führte zu einer grossen Zersplitterung nicht nurin mehrere Kolonnen, sondern auch innerhalb der einzelnen inmehrere Theile. Hierdurch wurde es dem Gegner leicht, an deneinzelnen Punkten mit Ueberlegenheit, deren Bedeutung durch diebeherrschenden, meist waldbedeckten Thalränder noch vermehrtwurde, über die in den Thälern marschirenden Kolonnen herzufallen.„Die Truppenbedürfnisse,“ bemerkt Theyras sehr richtig, 3 ) „die fürdie Ernährung eines solchen Heeres erforderlichen Wagenzüge, derschlechte Zustand der Bekleidung und des Schuhwerks der Mann-schaften, des Hnfbeschlages der Pferde waren ebenso viele Hinder-nisse, welche zu den Schwierigkeiten des Geländes und der Strengeder Jahreszeit hiuzutraten und Garibaldi die schönste Gelegenheitbereiteten, die ein General sich erträumen konnte. Diese 20 000Mann des II. Korps, welche ein feindliches, mit Wäldern bedecktes
i) G. St. Y. 1181. - 2 ) Th. 518.