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gendermaßen anredete: „Geben Sie mir die Hand und„seien Sie überzeugt, daß Sie diejenige eines ehrbaren„Mannes und nicht die eines Mörders empfangen. Trotz„alles Unrechts, das Sie begangen, verbürge ich mich„für Ihr Leben, ich will Sie in die Nationalversamm-lung führen; Ihre Frau aber wird nicht hereinkommen,„denn sie hat das Unglück der Franzosen verschuldet."
Rüderer, einsehend, daß diesem Auftritt möglichst baldein Ende gemacht werden müsse, verlangte und erhieltvon der Deputation der Nationalversammlung die Er-mächtigung, die Treppen durch die Nationalgarden freimachen zu lassen. Selbst einige Stufen hinaufsteigend,rief er der murrenden aufgeregten Volksmenge zu:
„Im Namen des Gesetzes, französisches Volk, freies„Volk! die Nationalversammlung hat einen Beschluß ge-faßt, kraft dessen sie den König, den königlichen Prin-„zen, die Königin, die Tochter des Königs, seine Schwester„und die ganze königliche Familie in ihre Mitte berufen„hat; ihr dürst euch gemäß Gesetz und Freiheit seinem„Durchgang nicht widersetzen."
Ein Deputirter fügte bei, er bezeuge, daß einsolches Dekret wirklich gefaßt worden sei.
Die Menge schien betroffen, und Rüderer benutztedieß, um dem König und der Königin den Weg zuöffnen. Sie gelangten so auf die Terrasse, konnten diesezwischen der aufgeregten Menge, welche sich durch dieNationalgarden, denen es gelungen war, Spalier zubilden, mit Mühe zurückdrängen ließ, überschreiten undbis zur Thüre der Feuillants gelangen; dort wurden sievon andern Nationalgarden in Empfang genommen, die-zur Wache der Nationalversammlung gehörten.
Einer derselben, der neben dem König herging, sagte
Der 10. August 179S. 13