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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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190
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zu ihm: „Sire, fürchten Sie nichts, wir sind gute Leute,„aber wir wollen nicht, daß man uns ferner verrathe;„seien Sie ein guter Bürger, Sire, und schicken Sie die„Pfaffen auS dem Schlosse fort."

Aber je näher man dem Saale kam, um so gefähr-licher wurde die Lage der königlichen Familie. DerKorridor und das Couloir vor dem Saal, welche mandurchschreiten mußte, waren nämlich sehr finster, so daßdie aus der Helle Kommenden anfänglich gar nichtssehen konnten. Diese beiden finstern Räume, in welchend>er König und seine Begleitung wenigstens 10 Minutenaufgehalten wurden, waren mit Menschen so überfüllt unddas Gedränge war so groß, daß man die Prinzessin Lam-balle bereits erdrückt glaubte*).

Die Nationalgarde durfte die Schwelle des Saalesnicht überschreiten, aber eben so wenig war es ihr beidem Gedränge möglich, zurück zu gehen und für dieBegleiter des Königs Platz zu machen. Der Eingangin den Saal war zu eng und so angefüllt, daß manvon allen Seiten Angstrufe hörte.

Endlich gelang es Röderer bis an die Schrankendurchzuringen, wo er die Versammlung beschwor, inUmgehung des Reglements den Eintritt einiger National-garden zu gestatten.

Allein die Linke widersetzte sich diesem Vorschlaghartnäckig und gab sich den Schein zu glauben, alswollte man der Versammlung Gewalt anthun.

Nachdem ein Mitglied (Cambon) Röderer für alle

Siehe Bigot de Sainte Croix, Seite 70.

Der Königin wurde in diesem Gedränge ihre Uhr und ihreBörse entwendet. Siehe Mortimer-Ternaux, lll. Band, Seite 17in der Note.