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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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273
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Der erste Akt des blutigen Drama's begann nunauf dem Gemeindehaus selbst, woselbst 22 eidverweigerndePriester und zwei Laien gefangen gehalten wurden.

Um 2 Uhr, als eben die Allarmkanonen zu erschallenbegannen, wurden diese Priester durch Marseiller in denHof, und von dort in Fiakern nach der Abbaye geführt,dabei wurde ihnen bemerkt, sie werden nicht lebend daselbstankommen. Damit sich dieß um so eher erwahre, wurdendie Thüren der Fiaker offen gelassen und das Volk durchdie Marseiller aufgefordert, Gewalt an den wehrlosenPriestern zu üben; ja Einer derselben stieß selbst einemder Priester seinen Säbel in die Brust. Auf dieß ge-gebene Zeichen mißbrauchten auch Andere von der Escorteihre Waffen gegen die Priester. Nachdem man in derAbbaye angelangt war, stürzte sich ein Haufe von durchMarat Aufgehetzten auf den ersten Fiaker, riß die Priesterheraus und todtste sie.

Auf diese gleiche Art wurde mit den Andern verfah-ren; Einige dieser Priester konnten sich in den Sitzungs-saal des Sektionskomites retten, unter diesen auch derAbb6 Sicard, Lehrer in der Taubstummenanstalt, derdann durch den Muth des Uhrenmachers Monnot, derden Mördern kühn entgegentrat, gerettet wurde, währendein anderer Priester an den Haaren aus dem Versamm-lungszimmer herausgerissen und unter den Augen derSektionskommittirten ermordet worden ist. Die Gefahrmacht hart!

Nach der Ermordung dieser Priester zogen die Mör-der nach dem Karmeliterklostsr.

Joachim Ceyrat, Präsident der Sektion Luxemburg,hatte am Morgen des 2. Sept. das Namensverzeichnißder durch das Komite de Snrveillance im Karmeliter-