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Als nämlich später der erste Konsul Bonaparte vomSchloß der Tuilerien aus Europa seine Befehle diktirte,bezeugte er dem kleinen Bergvolk, dessen Söhne er am10. August für Pflicht und Ehre hatte sterben sehen,dadurch seine Achtung, daß er als Mediator zwischen diegetrennten Brüder trat und die Freiheit und Selbststän-digkeit der Schweiz anerkannte, während er vom Tajobis zur Nordsee Völker und Staaten Frankreich einver-leibte oder botmäßig machte.
Und als nach dem Sturz des großen Imperators diealte Königsfamilie wieder in die Tuilerien einzog, erinner-ten auch diese sich des Opfertodes der treuen Schweizer-garde, und Ludwig XVIII. willigte in den Verträgenvon 1814 und 1815 in die Abtretung altfranzösischenBodens ein, um die militärische Grenze der Schweiz zuverbessern und ihre Wehrkraft zu stärken.
Diese Berücksichtigung der Schweiz von Seite desersten Konsuls wie von Seite des ersten konstitutionellenKönigs ist geschichtlich nachweisbar mit dem 10. Augustin näherer Beziehung, als Manche glauben möchten.
Vom ethischen Standpunkt aus betrachtet ist dieHaltung des Schweizergarderegiments am 10. August1792 eine der schönsten Thaten, welche die Geschichteaufgezeichnet hat.
Die Treue ist die Grundbedingung jedes Kollektiv-lebens, sie ist der geistige Kitt, das unsichtbare Band,welche die Einzelwillen zu einem, Großes schaffenden, Ge-sammtwillen vereinigen. Darum ist sie die Grundlageder Familie, der Gemeinde, des Staates und vornämlichder Armeen. Treue ist aber im Lauf der Zeiten nament-lich als eine den Schweizer auszeichnende Eigenschafterkannt worden und gilt als eine schweizerische National-