91
und seine Befreiung.
was holzes zu der Alp hört, Das söllend sy beyden mit derAlp gemeinlich niessen angendes. Ouch habend die vorgenantentagwalüte von Elime sich entzigen aller der Ansprach undRächtens, so sy oder keiner Ir nachkomen Jemermer zu dervorgenanten Alp gehaben möchten, noch niemermer anzesprächenan geistlichen noch an wältlichen Gerichten. Vnd dess ze einemwaren offnen Vrkhund dirr Sache, so gib Ich der vorgenantLudwig von Stadgen, Durch die hätte der vorgenanten ErbarenLüthen beidenthalb, dissen Brieff besigleten mit minem an-hangenden Insigele, Darunder sy sich willigklich gebundenhabend, alles das stät ze habene, als das vor von Inen ge-schriben stat. Dis beschach vnd ward der Brief geben, Do manzalt von Gottes gehurt Dryzächen hundert Jar vnd darnach Indem vier vnd vierzigisten Jar, an dem Zinstag vor Sannt Jo-hannsen Tag, ze Sungichten.
] ) Nach einer Abschrift in der T.U. S. (von Landamm. Friedr.Bussi, der zu Anfänge des 17. Jahrhunderts lebte). Auch Joh. Müllerkannte diese Urkunde, s. Schweizergesch. B. II. Cap. 4, N. 78. —2 ) Wirichlen, jetzt Wichlen genannt, ist eine grosse, schöne undfruchtbare Alp hinter dem Dorfe Elm. Sie bildet den Schlusspunkt desSernfthals (gleichsam den Winkel desselben, woher jener ältere Namekommen mag) und ist bekannt durch ihre, früher mehr als jetzt benutzteHeilquelle.
VIII.
Urkunde von 1353 *).
Auflassuug eines Theiles der Alp Durnachlhal an das Frauenkloster
zu Wesen.
Ich Rudolf Waizi Landtman zu Glarus Kund vnd vergichmengklichem mit dissem Brieff, Dass ich ze Glarus vnder derEych vor den Landtliiten gemeinlich zu Glarus Acht Rinder Alp ä )In Durnachtal 3 ), die Rudolf Vogel") kouffle, Judenthun, Herr-man Waizis säligen mins Bruders tochter, Dero Vogt ich was,Dieselb Judentha komen ist zu den Erbaren Geistlichen FrowenIn den Conuent ze Wyden B ), Dass Ich dieselben Acht RinderAlp In Durnachtal mit der vorgenanten Landtlüteu ze Glarus