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Das Thal Glarus unter Seckingen u. Oestr.
gemeinlich willen vnd gunst, Vnd ouch mit der EhegeschribenenJudenthun, Ilerman Waizis säligen tochter, fründen willenvnd gunst rächt vnd redlich geuertiget han der vorbenäntenJudenthun, Herrman Waizis säügen tochter, Vnd den obge-melten frowen des Conuendts ze Wyden, Also vnd mit solcherbescheidenheyt, Dass die ehegeschriben Judentha, HerrmanWaizis säügen tochter, Die vorgenanten Acht Rinder Alp niessensoll, Diewyl sy Läbt, Vnd wann sy nit en ist, so soll dieselbAlp den obgenanten frowen des Conuendts ze Wyden Ledigklichgeuallen syn, Also dass sy mit derselben Alp schaffen sollend,was sy Lüstet, Als mit anderem Irem eygentüchen gute. Vnddess zu Vrkhund hab Ich erbätlen den Wolbescheydnen Vlrichden Gielt Vndervogt zu Glarus, Dass er syn eygen InsigelDarumb gehenkt hat an dissen Brieff, Der geben ist zu GlarusAn dem nechsten Mentag vor Sant Johanns tag des töuffers, Dovon Gottes gebürt warend Dryzechen hundert fünfzig Jar dar-nach in dem dritten Jar.
Nach einer Abschrift in der T. U. S. (ebenfalls von LandammannF. Bussi). — Die Urkunde wird erwähnt bei Ambr. Eichhorn, Episcop.Curiensis S. 367. — 2) „Rinder Alp“ bedeutete früher, was jetzt StösseAlp genannt w ird: Alpweide für eine bestimmte Zahl Kühe. In Unter-walden kömmt dafür heutzutage noch der Ausdruck „ein Rindern“ vor.—3 ) Durnachlhal ist eine grosse, rauhe Alp in der Gemeinde Linthal, welchesich als Seilenlhal, dem wilden Durnagelbache nach, gegen den Haus-stock und Ruchiberg hin zieht. — 4 ) Ein wappengenössiges Geschlecht.Sollte hier nicht die Emendation „verkouffte“ erlaubt sein? Ohnediese giebt die Stelle keinen rechten Sinn. — 5 ) Das NonnenklosterWyden, in den Weiden bei Wesen, eine Stiftung der Grafen vonRapperswyl, besteht heute noch.
IX.
Urkunde vom 28. Juni 1370 ').
Auflassung des Lämmerzehndens im Thale Glarus an DietrichKilchmatter.
Allen dien die disen brief ansehend oder horrend lesen. Kiin-dent wir der Amman vnd die Lantlülu ze Glarus, Das für vns